Rocky Mountain States

Mile High City – Denver

6. Oktober 2019

Mit diesem Beitrag endet die Reihe über unseren Urlaub in den Rocky Mountain States. Wir haben auf unserer dreiwöchigen Reise viele tolle und erzählenswerte Dinge erlebt und sind jetzt wieder nach Denver zurückgekehrt. 

Von dort aus geht es auch wieder zurück nach Good Old Germany bzw. ins “Ländle”. Daher haben wir uns auch für unsere vorletzte Übernachtung den stadtnahen Cherry Creek State Park ausgesucht. Die letzte Nacht vor dem Abflug verbringen wir traditionell aber dann im Motel. Insgesamt haben wir somit in den vergangenen drei Wochen nur zwei Mal, sprich die erste und jetzt die letzte Nacht, nicht auf einem Campingplatz übernachtet. 

Camping auf dem Cherry Creek State Park

Wie ihr wisst, bin ich ja lieber in den Bergen oder in der Natur im Allgemeinen unterwegs und übernachtet nicht besonders gerne im Hotel/Motel. Aber ich finde, dass man sich auch in den Städten umschauen muss und bin auch jetzt mal wieder hin- und hergerissen von meiner Meinung über die amerikanische Großstädte, von denen ich from coast to coast ja schon Dutzende besucht habe.

Als Beispiel, hatten wir einmal einen super entspannten Nachmittag auf der 16th Street Mall, der begrünten Fußgängerzone in der Innenstadt von Denver verbracht und uns in den wunderbaren Parks rund um das State Capitol sowie entlang dem Cherry Creek River umgesehen.

Andererseits sind wir am Morgen durch Five Points, einem Viertel nahe Downtown gefahren, und haben dort die lange Schlange vor der Rescue Mission in der Lawrence Street gesehen und mir ist mal wieder bewusst geworden, wie nahe im Land der unbegrenzten Möglichkeiten das Amüsement in den Comedy Theatern und Bars und das Leid deren, die am Rande der Gesellschaft stehen und für ein Frühstück stundenlang anstehen, beieinander liegen.

Ich habe euch im Folgenden die verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Ausflüge, die wir im Großraum / Downtown besucht bzw. unternommen haben, einmal aufgeführt. Darüber hinaus gibt es natürlich noch viel mehr zu entdecken und wahrscheinlich könnte man hier auch eine ganze Urlaubswoche verbringen 😉 .

United States Mint

In Downtown befindet sich nur ein paar Blocks vom Capitol entfernt die United States Mint. Das ist die Bundesbehörde, die für die Prägung der Dollarmünzen verantwortlich ist und hier in Denver, neben der Prägestätte auch ein kleines, äußerst interessantes Museum unterhält. Da sich hier auch die Produktionsstätte für die Münzen befindet, müsst ihr euch mit eurem Reisepass bzw. dem Personalausweis am Eingang ausweisen.

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United States Mint

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United States Mint 39.739314, -104.992347 (Routenplaner)

Die Prägestätte hier in Denver wurde bereits im Jahr 1863 gegründet und das Museum zeigt dem interessierten Besucher den aktuellen Stand der Münzherstellung und die Geschichte der Dollarmünzen auf. Zudem werden die Phasen des Prägeprozesses erklärt und auf die unterschiedlichen Designs der Münzen im Laufe der Jahrzehnte eingegangen.

Union Station

Die Union Station ist nur nur einen Steinwurf von der 16th Street Mall entfernt und auch wenn man nicht als Bahnreisender unterwegs ist, sollte man unbedingt einen Blick in das Innere des Bahnhofs werfen. Ist der Bereich rund um die Gleise architektonisch komplett modern gestaltet, erinnert die Architektur im Inneren an die Goldenen 20er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Denver Union Station

Mein Beitragsbild habe ist übrigens auch in der Union Station aufgenommen 🙂 .

Garden of the Gods

Etwas 70 Meilen südlich von Denver am Stadtrand von Colorado Springs befindet sich der Garden of the Gods, ein öffentlicher Park mit bizarr geformten roten Felsformationen.

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Garden of the Gods

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Garden of the Gods 38.873973, -104.881840 (Routenplaner)

Hier ist zudem ein toller Platz für ein ungezwungenes Picknick oder einen Spaziergang durch die Sandsteinformationen mit witzigen Namen wie „Kissing Camels“ oder „Weeping Indian“.

Ursprünglich war der Park im Privatbesitz, ging aber nach dem Tod des Eigentümers im Jahr 1909 unter strengen Auflagen an die Stadt Colorado Spings über. Einige der damaligen Auflagen waren, dass im Park keine Gebäude errichtet werden dürfen (vom Toilettenhaus mal abgesehen 😉 ) und das der Park für alle Besucher kostenfrei ist. Eine tolle Sache findet ihr nicht?

Wild Wild West

Über das ehemalige Goldgräber-Städtchen “Golden” und unseren Besuch der Lookout Mountain mit einem fantastischen Ausblick auf Denver habe ich euch ja bereits in meinen ersten Beitrag über unserer Ankunft in Denver und den ersten paar Tagen unseres Roadtrips erzählt. Hier geht’s übrigens zum Beitrag: www.stefiswelt.de/mountains-grassland-mining

Unterwegs in den Lookout Mountains

Rocky Mountain Arsenal National Wildlife Refuge

In direkter Nachbarschaft zum Flughafen befindet sich das 64 Kilometer2 große Areal des Rocky Mountain Arsenal National Wildlife Refuge. Wo früher chemische Waffen wie Sarin und Senfgas für einen etwaigen dritten Weltkrieg hergestellt wurden, weiden heute friedlich die Büffel und Antilopen und im Prairie Dog Town steppt das “Kartöffelchen” 😉 .

Besucherzentrum des Rocky Mountain Arsenal National Wildlife Refuge

Im Besucherzentrum wird nicht nur die vielfältige Tierwelt erklärt, sondern es wird auch der ganz schön gruselige historische Hintergrund des Arsenals mit vielen Exponaten und zig Schautafeln wieder lebendig. Um ehrlich zu sein hätte ich mit dem Wissen, dass hier chemische Waffen mit unglaublicher Schlagkraft entwickelt und getestet wurden, nicht im nur wenige Meilen entfernten Denver leben wollen. Aber nun gut, damals war die Sache natürlich Top-Secret und wer weiß was bei uns im Schwabenländle gerade so entwickelt und erforscht wird 😉 .

Rocky Mountain Arsenal National Wildlife Refuge

Ich habe mich aber wahnsinnig gefreut so kurz vor dem Abflug (wir haben das ehemalige Arsenal nämlich kurz vor der Abgabe des Mietwagens am Flughafen besichtigt) nochmals die kleinen süßen Präriehunde (“Kartöffelchen”) zu sehen. Diese haben uns sogar bis zum Flughafen begleitet, denn dass sich die Dimension des Prairie Dog Towns natürlich nicht an der Grenze des National Wildlife Refuges orientiert ist ja auch irgendwie klar, oder nicht 😉 ? So waren auch ein paar ganz vogelwilde Präriehunde im Wohngebiet unterwegs und haben ihre Gänge von Verkehrsschild zum Gartenzaun gegraben.

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