In Ulm, um Ulm und um Ulm herum

Donautal und Alb

19. Juli 2017

Der Startpunkt unserer sonntäglichen Radtour war dieses Mal das schöne Gundelfingen an der Donau. Wir kennen die Gegend sehr gut vom alljährlichen Donau-Radelspaß. Auf eigene Faust waren wir bisher nur selten zwischen Offingen und Donauwörth unterwegs. Von Neu-Ulm aus beträgt der Anfahrtsweg über die Bundesstraße ca. 35 Kilometer und somit Rund eine halbe Stunde.

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Donautal und Alb

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Donautal und Alb: 48.619007, 10.357115

Die knapp 50 km lange Tour führte uns zwischen Donautal und Ostalb entlang von Feldern und durch schattige Wälder. Geparkt haben wir direkt in Gundelfingen am Parkplatz an den Schulen. Dieser ist von der Hauptstraße aus gut ausgeschildert und nicht zu verfehlen. Der Ort ist eine, für mich, typisch bayerisch-schwäbische Kleinstadt und hat einen schmucken Marktplatz, welcher von Fachwerkhäusern und den Resten der Stadtbefestigung eingerahmt wird.

Unsere Radtour hat uns zuerst Richtung Lauingen, vorbei am römischen Apollo-Grannus-Tempel in Faimingen, geführt. Hierbei handelt es sich um den größten römische Tempelbau nördlich der Alpen. Das klare Quellwasser in Phoebiana (römisch für „Faimingen“) machte den Ort überregional bekannt. Sogar römische Kaiser waren in der 1000 m² großen Anlage zu Besuch.

Mit den Ausgrabungen wurde im Jahr 1888 begonnen. Jedoch machte erst ein Fund von 150 Werksteinen im Jahr 1972 die Rekonstruktion der Mauern und Säulen möglich. Heute könnt ihr auf verschiedenen Infotafeln die Geschichte des Tempels nachlesen.

Weiter ging es entlang von Feldern und Wiesen Richtung Wittislingen, Dattenhausen und Zöschingen. Im letzterem Ort könntet ihr die Tour auch abgekürzt und direkt nach Syrgenstein fahren und so die schweißtreibenden extra Kilometer durch den Zöschinger Forst  “einsparen” 😉 .

Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, steht das Getreide fast schon fertig zum Ernten auf dem Feld. Ich finde es eindrucksvoll, wie schnell der Reifeprozess voran geschritten und wie “herbstlich” es dadurch schon wieder geworden ist. Auch die Mohnblumen waren diese Wochenende so gut wie komplett verblüht. Die letzten Wochen hatten sie noch die Felder als bunte Farbkleckse umrandet und standen für mich für den unbeschwerten Sommer und die sonnigen Tage.

Im Zöschinger Forst ging es auch das erste Mal länger Zeit bergauf und ich würde diesen Teil der Strecke auch dafür verantwortlich machen, die Tour als mittelschwer einzustufen. Die Wege sind jedoch zu 80 % asphaltiert und nur ein kleiner Teil der Strecke verläuft auf geschotterten Forstwegen.

Den Weg aus dem Wald hinaus Richtung Staufen bzw. Syrgenstein verläuft zum Glück bergab und man hat einen tollen Ausblick über das Donautal. Zudem läd die große Bank an der kleinen Kapelle oberhalb von Staufen zu einer gemütlichen Rast ein.

Über Bachhagel und das Pfannental geht er letztendlich recht ebenerdig zurück nach Gundelfingen. Hier kann ganzjährig im Wanderheim “Pfannentalhaus”, welches vom Schwäbischen Albverein bewirtschaftet wird, einkehrt werden.

Bei selbigem findet ihr auch Infos zu den verschiedenen Wanderungen durch das Tal und die umliegenden Wälder. Zu guter Letzt möchte ich euch unsere getrackte Fahrroute nicht vorenthalten. Die einzelnen Etappen und Örtchen sind insgesamt gesehen gut ausgeschildert. Trotzdem empfehle ich euch eine Radkarte der Region bzw. euer Handy mit Google-Maps mitzunehmen. Viel Spaß beim “nachradln” 🙂 .

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