Kulinarisches

Springerle

23. November 2017

Dieses Jahr habe ich es endlich geschafft, für euch eine Schritt für Schritt Anleitung des Springerles Rezepts zu erstellen. Wie schon die Jahre zuvor war ich beim Backen nicht alleine am Start, sondern habe zusammen mit meiner besten Freundin die kleinen Kunstwerke aus Teig gestaltet. Diese hat mich auch tatkräftig bei den Fotos unterstützt – wenn ihr also auf den Bildern Hände seht, sind es die von Kristin 🙂 .

Außerdem hatte wir dieses Jahr neue bzw. alte Models von unseren Omas und Kristin’s Schwiegermama zur Verfügung gestellt bekommen. Diese haben meine eigene Model-Kollektion perfekt ergänzt, zumal eines der von mir letztjährig gekauften Motive sich als nicht besonders schön bzw. brauchbar erwiesen hat. Ich dachte Max & Moritz machen sich super – das Motiv war aber viel zu tief und grob geschnitzt und hat sich schlecht auf den Teig übertragen. Die abgebildete Model-Rolle in Form eines Nudelholzes hat sich schon die letzten Jahre bewährt und ist in der Handhabung unheimlich praktisch (=> einmal rollern, viele Springerle) und ich finde die traditionellen und schnörkellosen Motive sehr schön. Das gute Stück ist ein Erbstück von meiner Oma und zwischenzeitlich wahrscheinlich über 50 Jahre alt 🙂 .

Dieses Jahr haben wir auch erstmals zwei verschiedene Varianten gebacken da wir die letzten Jahre bemerkt haben, dass die Variante mit Anis nicht allen Leuten schmeckt und viele den Anis, wenn überhaupt, nur in kleinen Mengen im Gebäck haben wollen. Damit es nicht zu Verwirrungen kommt, verlinke ich die beiden, doch recht ähnlichen, Rezepte in getrennten Rezeptboxen. Ihr könnt euch dann Aussuchen welche Variante ihr nachbacken wollt bzw. welche euer persönlicher Favorit ist.

Habt ihr gewusst, dass die Springerle als traditionelles Festtagsgebäck nicht nur zu Weihnachten, sondern auch an den anderen kirchlichen Feiertagen, wie Ostern und Pfingsten gebacken werden? Auch bei hohen familiären Festen, wie einer Hochzeit oder Taufe wird das sogenannte Bildgebäck mit den jeweiligen passenden Motiven gereicht. Verbreitung findet es vor allem im süddeutschen Raum, in Teilen von Österreich und der Schweiz, sowie im Elsass und Ungarn. Seinen Namen hat das Gebäck höchstwahrscheinlich vom sogenannten “aufspringen” bzw. aufgehen beim backen. Hier bildet sich unter dem Rand das sogenannte “Füßchen”, welches dem Springerle sein charakteristisches Aussehen gibt.

Springerle (ohne Anis)

Springerle (mit Anis)

Einen schönen Abend wünscht euch Eure

 

Kommentar verfassen