Wenn die Adventszeit beginnt und der Duft von Gewürzen, Nüssen und Honig durch die Küchen zieht, dann ist es Zeit für eine der edelsten Spezialitäten der Backkunst: die Elisenlebkuchen. Sie gelten als die „Königin“ unter den Lebkuchen, reich an Mandeln und Nüssen, verfeinert mit kandierten Früchten und einer geheimnisvollen Mischung aus winterlichen Gewürzen. In meiner Variante verleihen Pekannüsse dem traditionellen Gebäck eine besondere Note – mild, buttrig und zugleich aromatisch, sodass die klassische Rezeptur eine moderne, elegante Nuance erhält.
Die Elisenlebkuchen selbst sind seit dem frühen 19. Jahrhundert bekannt und um ihre Entstehung rankt sich eine Legende: Ein Lebküchner soll das Rezept für seine kranke Tochter Elisabeth – liebevoll „Elise“ genannt – entwickelt haben. In der Hoffnung, sie zu stärken, ließ er das Mehl weg und griff stattdessen zu einer üppigen Mischung aus Mandeln und anderen Nüssen. Das Ergebnis war ein ungewöhnlich zartes, saftiges und aromatisches Gebäck, das rasch als besondere Köstlichkeit geschätzt wurde. Ob diese Geschichte tatsächlich so geschehen ist, bleibt ungewiss – doch gerade zur Weihnachtszeit darf ein Hauch von Märchen und Magie nicht fehlen.

Zutaten
Method
- Alle Zutaten bereitlegen. Die Mandeln sind bereits gemahlen, Orangeat und Zitronat habe ich gehackt gekauft. Außerdem verwende ich braunen Zucker, da er dem Gebäck ein intensiveres Aroma und eine schöne Farbe verleiht. Den Backofen auf 170 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

- Jetzt die Pekannüsse klein machen – ich habe dafür meine Moulinette genommen. Ihr könnt sie aber genauso gut mit dem Messer hacken, die Nüsse sind ja recht weich. Vergesst nicht, eine Handvoll für die Deko zurückzubehalten.

- Die Eier mit Zucker, Rumaroma und Lebkuchengewürz cremig aufschlagen. Mit einer Prise Salz abrunden.

- Jetzt die Mandeln, die Pekannüsse, Orangeat und Zitronat unterheben bis eine homogene, sehr dickflüssige Masse entsteht. Sollte der Teig zu flüssig sein, können nochmals gemahlene Mandeln hinzugegeben werden.

- Mit einem Esslöffel die Masse gleichmäßig auf die Oblaten streichen. Dabei von außen nach innen arbeiten und die Oblate währenddessen drehen, sodass eine gleichmäßige Form entsteht.

- Die rund 16 Lebkuchen auf ein mit Backpapier vorbereitetes Blech setzen und im vorgeheizten Ofen für 18–20 Minuten backen, bis sie eine goldbraune Farbe und feste Konsistenz erhalten.

- Wenn die Lebkuchen ausgekühlt sind, könnt ihr sie nach Lust und Laune mit Schokoladenglasur oder Zuckerguss bestreichen und mit den übrigen Nüssen dekorieren. Ich selbst habe mich für Zuckerguss entschieden – den finde ich einfach am besten auf den Elisen.
