Urlaub in Frankreich

Reisetipps – Urlaub in der Normandie

3. September 2016

Als großer Frankreich-Reisefan habe ich vor kurzem für Freunde eine kleine feine Liste mit Sehenswürdigkeiten für ihren Urlaub im Norden Frankreichs im Herbst zusammengestellt. Wir machen, mit ganz wenigen Ausnahmen, jedes Jahr in Frankreich im Ferienhaus Urlaub und genießen jedesmal die ruhige Zeit. Auch diesen Herbst fahren wir wieder nach Südfrankreich ins Ferienhaus und ich freue mich schon wie Bolle. Wohin es genau geht erzählt ich euch aber ein anderes Mal 😉 . Meist sind wir in Frankreich an den Küsten unterwegs. Zuletzt hatten wir die Île d’Oléron besucht und dort für zwei Wochen ein wunderschönes Häuschen nur 5 Minuten vom Meer entfernt gemietet.

Ferienhaus auf der Île d’Oléron

Aber ich merke ich schweife etwas ab, also zurück in den wilden Norden Frankreichs, genauer in die Normandie. Ich denke die Wohl bekannteste Sehenswürdigkeit ist die felsige Insel Le Mont-Saint-Michel inmitten des Wattenmeers. Ich würde sie auch als das Wahrzeichen der Normandie bezeichnen.

Blick auf Le Mont-Saint-Michel

Will man die Insel besuchen, sollte man auf jeden Fall früh aufstehen um den Touristenmassen aus aller Welt ein Schnippchen zu schlagen. Am schönsten ist der Blick auf die Insel aber wenn allabendlich die Sonne untergeht und sich der Horizont orangerot färbt.

Oft und auch leider ist die Normandie für viele nur ein unbedeutendes Etappenziel auf ihrem Weg in die Bretagne. Das wird der der Region auf keinen Fall gerecht und steht man z.B. im Seebad Étretat an der Steilküste, an der die Klippen die Form eines trinkenden Elephants haben, fühlt man sich dem Horizont ein Stückchen nähe

Fällt die felsige Küste nicht gerade wie im weiter nördlich gelegenen Fécamp 100 Meter senkrecht in die Tiefe, wird sie von vielen keine Fischerorten, Seebädern und Leuchttürmen gesäumt. Der Besuch in Fécamp lohnt sich nicht nur wegen den spektakulären Felsen. In der Destillerie im Palais Bénédictine wird der gleichnamige Kräuterlikör, den es auch hier in den Läden zu kaufen gibt, hergestellt.

Leuchtturm in Fécamp

Von Paris aus sind es in die Seebäder Deauville und Trouville-sur-Mer gerade einmal 200 km und somit nur eine knapp 2,5 stündige Fahrt. So unternehmen viele Pariser am Wochenende einfach mal einen “kleinen” Ausflug ans Meer. Entsprechend gut ist auch die touristische Infrastruktur ausgebaut 😉 .

Sicherlich etwas ruhiger ist es im Landesinneren in Jumièges. Die Klosterruine an der Seine zählt zu den ältesten und wichtigsten Klöstern des Westens und die hohen Mauern mit den Resten der Kirche haben eine besondere Aura und sind zudem ein spektakuläres Fotomotiv.

Klosterruine von Jumièges

Für mich sind die beiden schönsten normannischen Städte Honfleur und Rouen. Erstere liegt an der Mündung der Seine und ist mit Le Havre durch eine beeindruckende Brücke verbunden. Im Hafen lassen sich toll Schiffe beobachten und die Promenade mit ihrem nostalgischen Karussell versprüht ein wenig den Flair vergangener Tage 🙂 .

Die Geschichte von Rouen ist stark mit der Abtei in Jumièges und der französischen Nationalheldin Jeanne d’Arc verwoben. 1431 war der damalig Abt nämlich aktiv am Prozess gegen Jeanne beteiligt und hatte wohl auch seinen Teil dazu beigetragen das die “notorisch rückfällige Ketzerin” letztendlich auf dem Scheiterhaufen in Rouen ihren Tot gefunden hatte. Heute wird in Rouen auf dem Marktplatz keiner mehr verbrannt 😉 und man kann die Zeit für einen Bummel durch die Altstadt und für den Besuch der Kathedrale, dem Krönungsort der normannischen Herzöge, nutzen.

Altstadt von Rouen

Ich hoffe ich konnte auch euch einen kleinen Einblick in eine der schönsten Regionen Frankreichs geben. Auch im Herbst ist die Normandie mit ihrer wilden Küste ein schönes Reiseziel und für Regentage bietet sich sicherlich ein Besuch der vielen Städte und Museen an. So kann in Amiens beispielsweise das Wohnhaus von Jules Verne besichtigt werden.

Wandmalerei im Wohnhaus von Jules Verne

Hier hat er viele seiner bekannten Science-Fiction Werke wie eine “Reise um die Erde in 80 Tagen” oder den Klassiker “20.000 Meilen unter dem Meer” geschrieben. So möchte ich den Artikel auch mit einem Zitat des Visionäres abschließen:

“Das Meer ist alles. Es bedeckt sieben Zehntel der Erde. Sein Atem ist rein und gesund. Es ist eine immense Wüste, wo ein Mann nie alleine ist, in dem er fühlen kann, wie das Leben aller in ihm bebt. Das Meer ist nur ein Behälter für alle die ungeheuren, übernatürlichen Dinge, die darin existieren; es ist nicht nur Bewegung und Liebe; es ist die lebende Unendlichkeit.”