Städteurlaub

Île de la Cité

18. Februar 2017

In meinem neuen Beitrag über unsere Reise nach Paris möchte ich euch auf die Île de la Cité mitnehmen. Die Stadtinsel und das Herzstücks des mittelalterlichen Paris liegt nur einen Steinwurf vom Centre Georges-Pompidou und dem Hôtel de Ville (Rathaus) entfernt und ist über neun Brücken vom linken sowie rechten Seineufer aus zugängig. Die wohl bekannteste und auch älteste in Paris erhaltene Brücke ist die Pont Neuf, welche die Ufer durchgehend miteinander verbindet.

Wir sind schon am frühen Morgen im Hotel aufgebrochen und haben uns aufgemacht, die knapp 300 Meter langen Stadtinsel zu erkunden. Natürlich haben wir uns zuerst die Kathedrale Notre-Dame de Paris angeschaut 🙂 .

Diese war im Inneren noch wunderschön weihnachtlich geschmückt. Ich war total begeistert von den tollen Sternen, die hoch über den Köpfen der Besucher funkelten. Im Inneren der Kathedrale, welche sich ab dem Jahr 1163 fast 200 Jahre lang im Bau bzw. Aus- und Umbau befand, haben bis zu 9000 Menschen Platz. Die Kirche spielte als historisches Bauwerk bzw. Monument außerhalb von Frankreich bis zum 19. Jahrhundert keine allzu große Rolle. Unabhängig davon ist natürlich ihrer religiöse Bedeutung und der Aspekt, dass die französischen Könige in der Notre-Dame beigesetzt wurden.

Durch den Bestseller “Der Glöckner von Notre-Dame” (Victor Hugo) rückte die Kirche wieder mehr in das öffentlich Interesse und wurde ab 1844 umfassend renoviert. Im Zuge dieser Restaurierung wurden auch weitere Gräber und Grabkammern freigelegt und die über die Jahrhunderten beschädigten und fehlenden Skulpturen an der Fassade ersetzt.

Den Turm haben wir, im Anbetracht der langen Menschenschlange, leider nicht besichtigt. So haben wir die Sonne und das schöne Wetter genossen und uns ein wenig auf der Île umgesehen bevor wir im Anschluss die Palastkapelle Sainte-Chapelle und die Conciergerie besucht haben.

Erstere ist (etwas versteckt) über den Innenhof der ehemalige Königsresidenz, in welchem heute der Justizpalast untergebracht ist, zu erreichen. Im Inneren der Kapelle befinden sich genau genommen gleich zwei Kapellen: die Unterkapelle für die “einfachen Menschen” und die Oberkapelle für den König und sein Gefolge. Dort wurden auch die Reliquien aufbewahrt und der Kirchenraum erstrahlt in sphärischen Licht, welches von den kunstvollen Buntglasfenstern herrührt.

Die Conciergerie ist wie die Sainte-Chapelle ein Teil des Palais de la Cité, in welchem die französischen Könige vom 10. bis 14 Jahrhundert residierten. Dort logierte auch der königliche Verwalter (le Concierge), welcher sich auch für die Namensgebung des Gebäudes verantwortlich zeigt 😉 .

Im Inneren ist eine sehr sehens- und lesenswerte Ausstellung über die französische Geschichte, speziell die Geschichte und den Wandel des Palais de la Cité während der französischen Revolution, untergebracht. Die Conciergerie wurde schon damals als Justizgebäude und Gefängnis genutzt. So saß schon die ein oder andere prominente Persönlichkeit wie Napoléon III oder Marie Antoinette in den engen modrigen Zellen und hatte gebangt was da kommen werden wird. Das Museum ist auch im Paris Museum Pass inkludiert.

Besucht ihr Paris im Frühjahr oder Sommer solltet ihr euch den Blumenmarkt auf dem Place Louis Lépine unweit der Notre-Dame, auf keinen Fall entgehen lassen.

Im Winter hatten nur ein paar der unzähligen Stände geöffnet und das Grün der Buchsbäume stand mehr im Vordergrund als farbenfrohe Tulpen und Rosen 😉 .

 

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