Ostküste - USA und Kanada

Hudson River Valley

16. Juni 2016

Wir haben den schönen Staat Vermont verlassen und sind weiter in den Süden Richtung Albany gefahren.

Saratoga National Historical Park

Zuvor haben wir noch einen kleinen Ausflug in den Saratoga National Historical Park gemacht. Dort fand im Jahr 1777 die Schlacht von Saratoga statt, welche letztendlich die Wende im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg brachte.

Daher ist das Schlachtfeld auch ein „beliebtes“ Ausflugsziel für Schulklassen und Veteranen. Das Herzstück des Parks ist ein Rundkurs auf dem die einzelnen Stationen und der Verlauf der Schlacht mit dem Auto abgefahren werden können. Gedenk- und Informationstafeln geben einen Überblick und erklären hierbei die einzelnen Truppenbewegungen. Etwas abseits des Schlachtfeldes befinden sich zwei Soldatenfriedhöfe. Wobei der Zweite kein historischer Platz, sondern ein trauriges Zeugnis der vielen Kriege die die USA in den letzten Jahrzehnten geführt hat, ist 🙁 .

Albany

Nach dem kleinen Ausflug in die amerikanische Geschichte sind wir weiter nach Albany, der Hauptstadt des Bundesstaats New York gefahren. Diese liegt ebenfalls am Hudson River und bis in die Stadt New York sind es jetzt nur noch schlappe 240 Kilometer 😉 . Albany ist ein krasser Gegensatz zum sehr provinziellen Montgomery, der Hauptstadt Vermonts. Hier sind einfach schon die Einflüsse des Big Apple und der geschäftigen Ostküste zu spüren.

Besonders bemerkbar macht sich das am Empire State Plaza nahe dem State Capitol. Ich muss gestehen, dass ich sehr beeindruckt war und gar nicht mehr aufhören konnte Fotos zu machen. Leider fangen die Bilder die vorherrschende Stimmung nicht oder nur ein wenig ein.

Monumentalbauten und Gebäude aus der „brutalist architecture“ Ära ziehen mich und wahrscheinlich auch vielen andere einfach in ihren Bann. Der Name der architektonischen Stilrichtung ist hier ja schon sehr treffend 😉 . Der futuristisch anmutende Platz mit einem großen künstlichen See wurde von 1965 bis 1976 bebaut und hat stolze 2 Milliarden !! Dollar verschlungen. Dafür kann er auch heute noch als Kulisse für einen Star Trek Film verwendet werden – außerdem wollte ich ja schon immer mal auf die Sternenflotten Akademie 😉 . Spaß beiseite, in den Gebäuen haben heute zum großen Teil Regierungsbehörden des Bundesstaates New York ihren Sitz. Dazu gehört z.B. ganz „unlustig“ das Justizministerium.

Hudson River Valley

Nach unserem Besuch in Albany haben wir im Lake Taghkanic State Park übernachtet. Wir wurden beim Aufstellen des Zeltes auch gleich von dem örtlichen Hillbilly, ähmm ich meine dem Campingplatz-Murmeltier begrüßt. Leider hatte es wohl schon eine andere Verabredung – zum essen ist es nämlich nicht geblieben und das Wetter hat es uns auch nicht vorausgesagt – der Winter ist ja Gott sei Dank auch schon vorbei 😉 .

Am nächsten Morgen ging es etwas beschaulicher wieder entlang dem Hudson Richtung Küste. Das Hudson River Valley ist ein National Heritage Area sowie eine National Historic Landmark. Das bedeutet soviel wie, dass die Flora und Fauna besonders geschützt wird und viele Herrenhäuser und historische Ort, an denen bekannte Amerikaner gewohnt oder gewirkt haben, zu besichtigen sind. Dazu gehören z.B. die Franklin D. Roosevelt Presidential Library oder die Vanderbilt Mansion.

An dieser Stelle muss ich gestehen das wir keine der oben genannten Sehenswürdigkeiten angeschaut haben – am Samstag geht ja bereits unser Flieger zurück nach Deutschland und wir wollten unbedingt noch auf Cape Cod und zum Whale Watching. Manchmal muss man schweren Herzens Abstriche machen und so sind wir doch recht zügig weiter gezogen.

Dennoch haben wir es uns nicht nehmen lassen eimmal auf dem Highway 95 durch die Bronx zu fahren 😉 . Übernachtet haben wir dann am Long Island Sound auf dem Rocky Neck State Park. Traditionellerweise machen wir ja immer einmal im Urlaub selber Burger am Lagerfeuer.

Da sich unser Urlaub ja bereits dem Ende nähert war jetzt einfach der richtige Zeitpunkt gekommen und wir haben es uns richtig gut gehen lassen. Ach ja, einen abendlichen Besucher hatten wir ja auch noch: ein kleines Stinktier hat sich doch zu uns an den Platz getraut – sicherlich auf der Suche nach leckeren Fleischresten vom Grill. Das Tierchen wusste ja nicht, das bei uns nichts zu holen ist und wir alles ratzeputz aufgegessen hatten 😉 .