Ostküste - USA und Kanada

Unterwegs im Green Mountain State

15. Juni 2016

Nach unserem Aufenthalt in Montreal haben wir die kanadisch-amerikanische Grenze an einem sehr kleinen Grenzübergang zwischen Farmen und Feldern überquert. Nicht das wir was zu verbergen gehabt hätten 😉 . Vermont war schon bei unserem letzten Besuch einer meiner liebsten Neuengland-Staaten und wird nicht umsonst „Green Mountain State“ genannt. 

Fährt man durch das Land hat man den Eindruck, ganz Vermont bestünde nur aus bewaldeten Hügeln und Wiesen mit Kühen. Übernachtet haben wir dann auf dem wunderschönen Grand Isle State Park am Ufer des Lake Champlain.

Am nächsten Morgen haben wir dem nahe gelegenen Burlington, der größten Stadt Vermonts, einen Besuch abgestattet. Wir sind ein wenig in der Fußgängerzone geschlendert und haben leckere Donuts gefrühstückt 🙂 .

Im allen Souvenirshops in der Innenstadt und auch an den Farmständen entlang der Landstraßen wird der Exportschlager schlechthin zum Verkauf angeboten: Maple Syrup (Ahornsirup) gehört zu Neuengland wie Bier zu Bayern. Den leckeren Sirup gib es in verschiedenen Qualitäten (z.B. Grad A, Dark Amber oder Grad B) und natürlich Preisklassen zu kaufen.

Die nur 40 Meilen entfernte und sehr ländliche Hauptstadt Montpelier liegt idyllisch und verschlafen am Winooski River am Rande der Green Mountain Range. Mit gerade einmal 7900 Einwohnern ist sie auch die kleinste Hauptstadt eines amerikanischen Bundesstaates.

State Capitol in Montpelier

Zu sehen gibt es dort, ganz ehrlich gesagt, nicht besonders viel und zum Wandern in den Green Mountains war es ein wenig zu neblig. Diese Mittelgebirgskette zieht sich von Norden nach Süden durch Vermont und der Mount Mansfield ist mit 1339 Metern die höchste Erhebung.

Daher sind wir auch zügig weitergefahren und haben am Nachmittag zur Tea-Time endlich den heiligen Gral aller Eisesser erreicht: die Fabrik von Ben & Jerry’s im unscheinbaren Örtchen Waterbury.

Florian war beinahe nicht mehr zu halten 😉 und wir haben nach der Factory Tour mit Besichtigung der gläsernen Produktion (mal wieder) sehr lecker Eis gegessen. In den USA ist Ben & Jerry’s ja äußerst populär und es gibt dort momentan 53 verschiedene Sorten mit wohlklingenden Namen wie „Coffee Coffee BuzzBuzzBuzz“ oder „New York Super Fudge Chunk“ zu kaufen. Unser Favorit ist jedoch „Salted Caramel Blondie“ das so lecker schmeckt, dass ich dafür gar keine Worte finde.

Sorten die mit den Jahren aus dem Sortiment gefallen sind kommen übrigens auf den Flavor Graveyard hinter dem Firmengebäude. Manche der Sorten wurden auch für bestimmte Ereignis, wie z.B die neue Sorte „Empower Mint“ zu den diesjährigen US-Wahlen, kreiert. Ich ich finde ja die Geschäftsidee der beiden Firmengründer nicht nur Eis, sondern auch ein Lebensgefühl zusammen mit dem Produkt zu verkaufen bemerkenswert. In der heutigen Zeit ist das ja ganz „normal“ und es wird ja nichts mehr dem Zufall überlassen wenn neue Produkte auf den Markt gebracht werden. 1978 zum Zeitpunkt der Firmengründung war das sicherlich noch eine andere Geschichte. Der Firmenslogan „Peace, Love & Ice Cream“ sagt ja hier schon alles 😉 .

Mit kalten Bäuchen ging es dann weiter in den Süden. Übernachtet habe wird auf dem Half Moon Pond State Park inkl. einem abendlichem Elch-Konzert.

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