In Ulm, um Ulm und um Ulm herum

Glücksorte – Ulmer Höhenweg

13. März 2019

Auch in Ulm lohnt es sich die Wanderstiefel anzuziehen. Vielleicht nicht gleich die für den Einsatz im Hochgebirge, dennoch empfehlen sich gute Trekkingschuhe allemal, wenn man auf dem 12 km langen Höhenweg unterwegs ist. Dieser wurde im Jahr 2013 eröffnet und führt vom Eselsberg bis nach Böfingen oder andersherum – er ist in beiden Richtungen ausgeschildert 😉 . Die Ulmer Innen- und Altstadt ist nämlich von sieben Erhebungen, genauer gesagt dem Galgenberg, Kuhberg, Roter Berg, Eselsberg, Kienlesberg, Michelsberg und Safranberg, umgeben und hat sich über die Jahrzehnte hinweg auch auf diesen “breitgemacht”.

Die schönste Zeit zum Wandern ist neben dem Frühjahr, sicherlich der goldene Herbst, wenn sich die Bäume in den Alleen schon bunt gefärbt haben und die vom vergangenen Sommer erwärmten Luft leicht vor den Augen flirrt.

Über sieben Berge musst du gehen

Die Hauptroute Süd des Panoramaweges hält nicht nur einen großartigen Ausblick auf Ulm und das imposante Ulmer Münster bereit, bei guter Fernsicht werden auch die 120 km entfernten Alpen sichtbar. Hier oben, über den Dächern der Stadt, kann man auch gut nachempfinden wie groß die Augen der Menschen im Mittelalter geworden sein müssen, als sie das sakrale Gebäude mit dem höchsten Kirchturm der Welt das erste Mal erblickten. Damit zählt der von einer Allee eingefasste Wegabschnitt “Panoramaweg Eselsberg“ auch zu den schönsten auf der gesamten Strecke.

Die Gehzeit beträgt ca. 3 Stunden und führt den Wanderer am Übergang zwischen Alb und den Flusstälern von Donau uns Blau durch die Landschaft nördlich von Ulm. Vorbei an den Forts der Bundesfestung, über Wiesen und durch Wälder hindurch verläuft der teils geschotterte, sowie sehr gut ausgeschilderte Weg, und erlangt seinen Reiz durch die abwechslungsreiche Wegführung, die auch die bebauten Ränder der Stadt geschickt mit einschließt.

Auf der Kuppe des Safranberges befindet sich mit dem verwunschenen Fort Albeck, eine weiter attraktive Fotodestination. Der halbmondförmige Innenhof, welcher vom bogenförmigen Reduit umschlossen wird, ist mit seiner hellen und symmetrischen Fassade einen gelungenen Kontrast zur überbordenden Natur.

Mit der Nebenroute Nord, welche durch vier Verbindungsrouten mit der Hauptweg verbunden ist, steht eine nicht minder schöne Alternative für die Wanderer zur Verfügung. Sie verläuft dabei am Hauptfriedhof und am Botanischen Garten vorbei. Beide Routen kreuzen sich wieder am Esels- bzw. Safranberg und können natürlich auch als Rundkurs gelaufen werden.

Weitere Informationen über den Ulmer Höhenweg findet ihr auf der Homepage der Touristeninformation.

Dieser Beitrag entstand im Rahmen der Recherchen für das Buch “Glücksorte rund um Ulm”, welches im Frühjahr 2020 im Droste Verlag erscheinen wird.