In Ulm, um Ulm und um Ulm herum

Historischer Spaziergang im Wiley

20. Juni 2021

Wie der Titel des Beitrages bereits verrät möchte ich euch auf einen Spaziergang durch das Wiley mitnehmen. Jetzt fragt sich vielleicht der ein oder andere von euch, warum ich mir gerade das vielleicht auf den ersten Blick unspektakuläre Wohn- und Geschäftsviertel zwischen den Neu-Ulmer Stadtteilen Ludwigsfeld und Mitte für einen Ausflug mit historischem Kontext ausgesucht habe.

Entspannte Stunden am Randes des Sportparks im Wiley

Diejenigen die im Wiley wohnen oder mal gewohnt haben wissen wahrscheinlich schon, dass sie auf dem Areal einer ehemaligen US-Kaserne in der für die NATO die im Kalten Krieg strategisch so wichtigen Pershing II Mittelstreckenraketen stationiert waren, ihren morgendlichen Kaffee trinken bzw. getrunken haben.

Aber ich denke, ich muss die Geschichte des Stadtteils von vorne erzählen, sonst ist es allzu verwirrend 😉 . Ich kann euch nicht garantieren, vollständig alle historischen Fakten und Details im Beitrag zu erwähnen, hoffe aber, dass ich euch trotzdem einen guten Einblick bzw. geschichtlichen Rückblick geben kann, wobei der Schwerpunkt meines Beitrages ganz klar in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute liegt.

Garnisonsstadt bis Kriegsende 1945

Zum besseren Verständnis der örtlichen Gegebenheiten möchte ich kurz mit euch weiter zurück in die Zeitgeschichte schauen. Bereits vor dem Beginn der Deutsche Revolution wurden im Jahr 1847 die ersten Kompanien nach Neu-Ulm, damals noch ein Brückenkopf von Ulm, verlegt. Später folgenden weiter Regimenter, die bis zum Ende des Kaiserreiches 1918 in der Stadt stationiert waren. Mit in der Stadt meine ich auch wirklich in der Innenstadt, sprich die Häuserblocks vor der Glacis Galerie waren früher Kasernengelände. Heute kann man sich das fast nicht mehr vorstellen.

Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg und der damit einhergehenden Abrüstung durch den Friedensvertrag von Versailles, war während der Weimarer Republik folglich kein Militär in Neu-Ulm stationiert. Geändert hat sich das 1933 mit der Machtergreifung Hitlers der Neu-Ulm wieder zum Militärstandort machte. Hier wurden Mitte der 1930er-Jahre zwei neue Kasernen gebaut: die Reinhardt und die Ludendorff Kaserne. Erstere befand sich auf dem Areal gegenüber dem Neu-Ulmer Friedhof (heute befinden sich dort das Finanzamt und die Polizei) und Zweitere zwischen Stadtmitte und Ludwigsfeld (heute das Wiley).

In den damaligen Zeitgeist passte es auch ganz gut, das St. Johann Baptist in der Neu-Ulmer Innenstadt zur Kriegergedächtnis- bzw. Garnisonskirche „erhoben“ wurde, war doch das „hochstilisieren Heldengedenken“ unbedingt erwünscht und vor allem während den Kriegsjahren Teil der nationalistische Propaganda. Heute zählt die historisch und architektonisch bedeutende Kirche, welche im expressionistischem Stil gebaut wurde, zu den weltweit bedeutendsten Kirchenbauten des 20. Jahrhunderts und wird von Architekturstudenten aus aller Welt besucht.

Bau der Vorfeld Housings und der Wiley Barracks

Nach Ende des 2. Weltkriegs waren in den Kasernen in Ulm und Neu-Ulm dann sogenannte „Displaced Persons“ untergebracht. Der Begriff fasst die Kriegsgefangenen, ehemalige KZ-Häftlinge, sowie Zwangs- und Fremdarbeiter zusammen, die zwar befreit wurden, aber fern ihrer Heimat in der Fremde verweilen mussten und darauf warteten, wieder zurückkehren zu können. Von Ende April 1945 bis Oktober 1946 wurde zudem auf dem Gelände der Ludendorff Kaserne, dem heutigen Wiley Nord auch das Kriegsgefangenenlager PWTE 314 eingerichtet. Wusstet ihr, dass hier auch Joseph Ratzinger kurzzeitig interniert war? Der spätere Papst Benedikt XVI. wurde als Hitlerjunge im Krieg als Flakhelfer ausgebildet und wie viele andere auch für den Kriegseinsatz eingezogen.

Das die Remilitarisierung der ehemaligen Wehrmachtskasernen durch die US-Streitkräfte im Jahr 1951 in der Bevölkerung und Verwaltung links und rechts der Donau nicht gerade einen Jubelsturm entfacht hat könnt ihr euch sicherlich vorstellen, hatten doch alle genug von Waffen, Soldaten und Kasernen. In diesem Zeitraum wurden auch die „Displaced Persons“ von der Ludendorff Kaserne nach Augsburg in ein Auswandererlager umquartiert und die Kasernen konnten wieder für ihren ursprünglich erdachten Zweck genutzt werden.

Historischer Blick aufs Wiley aus der Vogelperspektive (Quelle: Stadtarchiv Neu-Ulm, Patrich)

Im selben Jahr begannen parallel zur Erweiterung und Renovierung der ehemaligen Ludendorff Kaserne auch die Bauarbeiten an neuen Wohnungsblocks die in den nächsten Jahrzehnten für 300 US-Soldatenfamilien eine neue Heimat werden sollten. Die sogenannten „Vorfeld Housings“ nahe dem Neu-Ulmer Friedhof stehen übrigens heute noch, denn sie wurden nach Abzug der Truppen nicht abgerissen, sondern immer wieder saniert und renoviert. Heute wird das Quartier von der NUWOG, der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, verwaltet.

Die Ludendorff Kaserne konnte natürlich nicht mehr weiterhin nach dem gleichnamigen Deutschen Politiker und General, der im 1. Weltkrieg übrigens der Stellvertreter von Hindenburgs war, benannt bleiben und wurde daher nach dem im Krieg verdienten Captain Robert C. Wiley benannt. Dieser wurde für seinen extremen Heldenmut beim Führen seiner Kompanie im zweiten Weltkrieg mit dem „Distinguished Service Cross“, welches übrigens wie die bekanntere „Medal of Honor“ nur vom US-Präsidenten persönlich verliehen werden kann, ausgezeichnet.

Erinnerungen an „Klein Amerika“

Schaut man alte Fotos an, muss Neu-Ulm zu dieser Zeit eine noch größere Baustelle gewesen sein heutzutage 😉 . Für die Neu-Ulmer Bevölkerung (und wahrscheinlich nicht nur für diese) war der Einzug der US-Truppen in der Nachbarschaft wohl ein riesiger Kulturschock bedenkt man, dass bei vielen das Mindset der vorhergegangenen Zeit unter dem Nationalismus wohl noch nicht ganz aus den Köpfen verschwunden war, wurden krude Weltanschauungen und Feindbilder doch über ein Jahrzehnt massiv in Deutschland propagiert.

Letztendlich hatte aber doch die Neugier in der Bevölkerung überwogen und beide Seiten haben in den darauffolgenden Jahrzehnten mit vielen Aktionen versucht, trotz oder gerade der kulturellen Unterschiede wegen, sich einander zu nähern und „gemeinsame Sache“ zu machen. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen das Deutsch- , aber vor allem Englischkurse heiß begehrt waren 😉 .

Auf dem amerikanischen Volksfest (Quelle: Stadtarchiv Neu-Ulm, Sammlung Mangold)

Dazu hat sicherlich auch beigetragen, dass die Jobs in den US-Einrichtungen für damalige Verhältnisse gut bezahlt wurden und man, nach den Entbehrungen während und nach dem Krieg, über einen solchen Job einfacher an Luxusgüter wie Kaffee, Tee, Zigaretten und auch Damenstrümpfe rangekommen ist. Diese und viele weitere amerikanische Waren wurden in den damals neuartigen Selbstbedienungs-Großraumläden „Post Exchange“ (PX) angeboten. Die deutsche Bevölkerung hatte zu diesen Läden (inkl. Postzentrum) keinen Zutritt, für die US-Familien war das Warenangebot jedoch ein kleines Stück Heimat auf deutschem Boden.

Neben kleineren Aktionen wie z.B. gemeinsame Kochkurse, Gottesdienste in der Wiley Chapel, Einladungen zur Thanksgiving-Feier oder der Besuch des Weihnachtsmanns in den Kasernen war wohl das deutsch-amerikanische Volksfest eines der Highlights im damaligen Jahreskalender.

Meine Eltern, die beide in Neu-Ulm aufgewachsen sind, erinnern sich nur zu gut an die vielen leckeren Süßigkeiten und die großen „Amischlitten“, die entlang der Straßen parkten und damals eine echte Sensation waren. Vor allem die Unmengen an leckerer Schokolade, die von den Soldaten an die Kinder verschenkt wurden, haben nicht nur bei meiner Mutter eine bleibende Erinnerung hinterlassen.

Eine spezieller Austausch der bis zum Abzug der Truppen beibehalten wurde, war die des „Christmas-Amis“, bei der die Bürger aus der Region einen GI über die Weihnachtstage zu sich nach Hause eingeladen haben. Den Weihnachten in der Fremde und fernab der Familie zu feiern ist doch einfach doof und so hatten die meist sehr jungen Soldaten doch eine wenig Familienanschluss 🙂 . Mein Schwiegerpapa war selbst jahrelang Berufssoldat und daher hatten Florians Eltern auch Familienzuwachs über die Feiertage: Meine Mann erinnert sich nur allzu gut an den „großen dunkelhäutigen Mann“ der stundenlang – amerikanisch locker – mit ihm unter dem Weihnachtsbaum mit einem Feuerwehrauto gespielt hat.

Natürlich hat auch der Gegenbesuch in der Kaserne, mit den vielen Billardtischen und Flipperautomaten im Untergeschoss des Kasinos, einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen. Mein Mann hatte zudem Ende der 1980er Jahre als 6. Klässler die Möglichkeit, die amerikanische Schule im Rahmen eines Austausches zu besuchen und war begeistert vom Essensangebot in der Mensa (Burger, Milchshakes, Wackelpudding uvm.), dem MAC in jedem Klassenzimmer (er ist auch Informatiker 😉 ), der umfangreichen Bücherei und den Spielplätzen für die Pause. Das damals schon eine Ganztagsbetreuung an der amerikanischen Schule gang und gäbe war, ist selbst heute noch Zukunftsmusik.

Wiley Süd Eingangstor mit Wachhaus an der Memminger Straße (Quelle: Stadtarchiv Neu-Ulm, Hans Botzenhardt)

Ich selbst bin 1985, also sechs Jahre vor dem Abzug der US-Truppen, geboren und kann mich auch noch gut an die respekteinflößenden und ernst dreinschauenden Militärpolizisten mit ihren weißen Helmen am Kaserneneingang zu den Wiley Barracks erinnern. Meine Oma hatte bis zu ihrem Tod in Ludwigsfeld gewohnt und ich habe mich jedes Mal bei der Vorbeifahrt an dem umzäunten Gelände gefragt, wie es da drinnen wohl aussehen mag.

Die stationierten Soldaten und ihre Familien lebten damals einerseits mitten unter und mit uns, andererseits befanden sie sich aufgrund ihrer kulturellen Prägung und Ansichten doch in einer anderen Welt. Ich finde das zeigen auch die familiären Eindrücke ganz gut auf, denn auch noch in den 1980er-Jahren hatte das Ganze noch immer einen „exotisch Touch“.

Blick auf die Hochschule und den Wasserturm

Heute ist ja durch die Globalisierung, die Sozialen Medien und die weltweite Vernetzung für uns vieles ganz normal geworden. Da kann man Menschen in Neuseeland beim Yoga zuschauen (und auch gleich die dort verwendete Yogamatte aus Ökofaser bestellen) und kanadische Influencerinnen beim Familienalltag begleiten. So bekommt man den Eindruck, dass man genau weiß wie andere Menschen aus anderen Kulturen denn so ticken. Da bestellt man mal kurz einen neue Bewässerung für den Garten aus China und kauft sich RuckZuck noch einen Kasten Bier aus Argentinien für den nächsten Grillabend dazu.

Das man in der Stadt immer wieder auf Touristen aus allen Herren Ländern trifft ist selbst hier in Ulm kein wirkliche Erwähnung mehr wert. Ich denke der Grund, das die familiären Eindrücke selbst nach Jahrzehnten noch präsent sind, liegt daran, dass die Begegnungen damals wirklich was besonderes waren und echte bleibende Eindrücke hinterlassen haben.

Das Wiley heute

Das Ende der Kaserne und die damit einhergehende städteplanerische Neugestaltung, wurde durch den Abzug der US-Armee 1991 eingeläutet und nun konnte endlich auch ich sehen, wie es dort ausgesehen hat 😉 . Ich erinnere mich noch daran, dass ich es dann doch recht unspektakulär fand und fast ein wenig enttäuscht war, zumal mir damals die historischen Zusammenhänge und die Tragweite des Ganzen natürlich noch nicht bewusst waren.

Schon in den frühen 1980er Jahren hat sich Friedensbewegung nicht nur hier stark für ein Abrüsten und gegen das atomare Wettrüsten eingesetzt. Ihr könnt euch vorstellen, dass auch die Kaserne in Neu-Ulm im Brennpunkt der Proteste (die an die Kampagnen gegen die Wiederaufrüstung in den 1950er Jahren anknüpften) stand. Daher atmeten viele Bürger auf, als die Atomwaffen aus ihrer Heimatstadt für immer und ewig verschwanden. Wusstet ihr eigentlich, dass die abgerissenen Startrampen für die Mittelstreckenraketen teilweise wieder Verwendung beim Bau des Amphitheaters des Ulmer Schubart-Gymnasiums fanden?

Doch der Abzug der US-Truppen war für einige Soldaten, wurde es auch von offizieller Seite nicht gerne gesehen, kein Grund Deutschland den Rücken zu kehren. Sie blieben Ulm/Neu-Ulm treu, gründeten in der neuen Heimat nicht nur familiäre und berufliche Existenzen sondern legten auch den Grundstein für ein bunteres und kulturell vielfältiges Miteinander und ein wenig „American Way of Life“ in der Doppelstadt.

Die nächsten Jahrzehnte hinweg entstand dann auch immer mehr ein quirliger, grüner Stadtteil mit hohem Freizeitwert, wozu sicherlich auch die Neugestaltung der ausgedehnten Grünanlagen im Rahmen der Landesgartenschau im Jahr 2008 und der Umzug der „Hochschule für angewandte Wissenschaften Neu-Ulm“ an den neuen Standort im Wiley im selben Jahr beigetragen haben.

Discgolf Anlage im Sportpark Wiley

Mit der Landesgartenschau, die übrigens trefflich unter dem Motto „Ganz schön Blume!“ stand, wurde auch der Sport- und Freizeitpark im Wiley angelegt, der vor allem bei schönem Wochenendwetter beliebter Treffpunkt für Familien und Freizeitsportler ist. Hier trifft man sich zum gemeinsamen Volley- oder Fußballmatch, zu einer Partie Discgolf oder einfach nur zum Picknick. Die Kleinsten unter uns können sich zudem auf dem Wasserspielplatz austoben und entspannt planschen.

Zwischen hohen Bäumen versteckt befindet sich am Rande der Discgolf Anlage das Werk 13 der Bundesfestung Ulm. Die sogenannte Ludwigsvorfeste wurde Mitte des 19. Jahrhundert errichtet und in den 80er Jahren umfassend saniert. Heute sind in diesem Vorwerk das „Gewölbe“ eine tolle Kneipe mit Live Musik, das Atelier Keramik und noch ein paar weitere Unternehmen untergebracht. Wenn es coronabedingt wieder möglich ist, empfehle ich euch unbedingt einen Besuch des urigen „Gewölbes“, weil hier der Name Programm ist und man bei gutem Wetter wunderschön draußen im kleinen Biergarten sitzen und der Live Musik lauschen kann. Zum anderen kann man entlang der Festungsmauern wie in einer Oase, abseits des Trubels der Hauptverkehrsstraße, schön im Schatten üppigen Bäume und der roten Backsteinmauern spazieren gehen.

Werk 13 der Bundesfestung

Was mir hier persönlich auch wieder so gut gefällt ist, dass sich alte Gemäuer und moderne Architektur schön ergänzen und wie ihr auf den Fotos sehen könnte, stehen auch noch ein paar wenige Gebäude aus der Zeit der US-Kaserne. Das wohl markanteste ist sicherlich der rot-weiß-karierte stählerne Wasserturm und die ehemalige Wiley Chapel, die heute Friedenskirche heißt und von der gleichnamigen Gemeinde genutzt wird.

Friedenskirche im Wiley

Den ehemaligen Eingang zur Kaserne markiert heute das etwas heruntergekommene Eckhäuschen gegenüber dem Sport Sohn Sporttreff, welches so gar nicht zu der moderne Häuserfront des Edisoncenter entlang der Memminger Straße passt und – so meine Meinung – ein wenig wie ein Fremdkörper wirkt.

Aber auch kulinarisch hat sich einiges getan und so an man heute im Café-Bistro Edison wunderbar frühstücken und der „Wiley Club“, der im ehemaligen Offiziersclub untergebracht ist, gehört eh schon zu den Restaurant-Institutionen in Neu-Ulm und weit darüber hinaus. Mit ihm verbinde ich viele schöne Erinnerungen, seien es legendäre Weihnachtsfeiern oder auch schöne Konzertabende zusammen mit meinem Mann. Auch hier finde ich es toll, das bei der letzten umfassenden Renovierung der Flair des alten Clubs aus US Zeiten aufrecht erhalten wurde und man in coolem, nostalgischem Ambiente moderne Küche genießen kann.

Blick auf den Wiley Club

Neben den Gebäuden erinnern aber auch viele Straßenamen im Wiley Süd daran, das man sich hier in keinem Quartier mit klassischer Städtebaugeschichte befindet. Von Glen Miller über John F. Kennedy sind nämlich so einige bekannte und berühmte Amerikaner in den Straßen verewigt.

Und auch sportlich wurde hier in der Region an das amerikanische Erbe angeknüpft, denn der American Football hat bis zum heutigen Tag mit den „Neu-Ulm Spartans“ eine Heimat am Donauufer gefunden. Das Team ist ein Zusammenschluss der zwischenzeitlich aufgelösten „Ulm Sparrows“ und den „Neu-Ulm Barracudas“ die damals von der US-Armee ins Leben gerufen wurden.

Ich hoffe ja, das in naher Zukunft auch wieder Open Airs und andere Veranstaltungen in der weitläufigen Grünanlage im Wiley stattfinden können, den auch dies gehören zu Vielfalt eines Quartiers, dessen städtebauliche Reise noch nicht zu Ende ist. Die sich gerade im Gespräch befindende Neugestaltung des Wasserturms wird dabei sicherlich nicht die letzte Gestaltungsidee sein, auch wenn so immer mehr Erinnerungen aus der Vergangenheit verschwinden und Platz für Neues machen.


Ich danke Frau Dr. Ramscheid vom Stadtarchiv Neu-Ulm ganz herzlich, die mir die historischen Fotos für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat.


Wer sich zudem weiterführenden für die Zeit der US-Truppen in Neu-Ulm interessiert, dem kann ich nur das gut lesbare und wunderbar illustrierte Sachbuch „Klein Amerika links und rechts der Donau“ (Wiedemann Verlag, Autor: Joachim Lenk, ISBN 978-3-941453-30-2), das mir u.a. auch als Quelle gedient hat, empfehlen.