Pictured Rocks National Lakeshore

Der Pictured Rocks National Lakeshore erstreckt sich entlang der wilden Nordküste des Lake Superior und zählt zu den landschaftlich spektakulärsten Naturgebieten im Mittleren Westen der USA. Majestätische Sandsteinfelsen, die in lebendigen Farben leuchten, treffen hier auf dichte Wälder, Wasserfälle und verborgene Buchten. Diese einzigartige Kombination aus Fels, Wasser und Wald macht das Schutzgebiet zu einem Paradies für Wanderer, Kajakfahrer und Naturliebhaber.

Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch verbrachten wir im Pictured Rocks National Lakeshore, direkt am Ufer des Lake Superior. Die Suche nach einem Zeltplatz war nervenaufreibend – sämtliche Campgrounds im Park waren belegt. Doch das Herumkurven hatte auch seine schönen Seiten: Der Indian Summer kündigte sich bereits an, und die ersten Bäume und Gräser leuchteten in warmen Rottönen.

Hurricane River Campground & Wanderung zum Leuchtturm

Letztlich ergatterten wir einen der letzten Plätze auf dem Hurricane River Campground. Nach dem Aufbau unseres Zeltes machten wir eine kurze Wanderung entlang der Küste zum historischen Au Sable Lighthouse. Wusstet ihr, dass der Lake Superior zu den größten Schiffsfriedhöfen der Welt zählt? Im Visitor Center wird sogar davon abgeraten, ohne spezielles Meerkajak auf den See hinauszufahren.

Vom Leuchtturm aus hat man einen fantastischen Blick auf den See und die großen Sanddünen, über die früher Baumstämme ins Wasser gerollt und abtransportiert wurden. Am nächsten Morgen genossen wir unseren Kaffee an der sogenannten Log Site, mit Blick auf das Au Sable Lighthouse, diesmal als kleiner weißer Punkt in der Ferne.

Log Site – Pictured Rocks National Lakeshore

Sandstrände und Wasserfälle

Entlang der Lakeshore entdeckten wir immer wieder kleine Buchten mit traumhaften Sandstränden. Eine echte Überraschung, denn mit makellosem Strand hatte ich den Lake Superior bislang nicht in Verbindung gebracht. Die Wassertemperatur erinnerte an Italien im Frühsommer, und einige Mutige wagten sich sogar ins Wasser. Wir gehörten da wohl eher zur Sonnenbad-Fraktion.

Bevor wir weiter westwärts fuhren, unternahmen wir noch eine zweistündige Wanderung zu den Mosquito Falls. Die Wasserfälle liegen idyllisch im küstennahen Mischwald und plätschern über mehrere kleine Stufen. Viele der Wanderwege in diesem Gebiet verlaufen in unmittelbarer Küstennähe und münden ganz praktisch in kleine Buchten mit feinem Sandstrand. Diese versteckten Strände sind von Wald umgeben und wirken fast wie geheime Rückzugsorte – perfekt für eine Pause mitten im Grünen. Was etwas schade war: Die berühmten bunten Felsen entlang der Lakeshore konnten wir nicht richtig sehen. Dafür hätten wir ein Boot mieten oder an einer Tour ab Munising teilnehmen müssen. Vielleicht beim nächsten Mal.

Virtuelle Kaffeekasse

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