Rocky Mountain States

Million Dollar Highway

20. September 2019

Der Ruf, dass im Süden Colorados sprichwörtlich das Geld auf der Straße liegt, hatte bereits in den 1870-er viele Abenteuerlustige ereilt und in die Berge des heutigen San Juan National Forest gelockt.

Den als anderswo der Goldrausch einsetzte, wurde in der Gegend zwischen Ouray und Durango Silbererz entdeckt und in unzählige Stollen in den Red Mountains abgebaut. Ihren Namen haben diese übrigens durch das rötlichen Eisenerz, welches die Oberfläche bedeckt, erhalten. 

Unterwegs in den Red Mountains

Der Mythos der ehemaligen Minenstädten wirft seinen silbernen Schatten jedoch bis in die heutige Zeit, wo das große Geld mit dem Tourismus (und dem Verkauf von Cannabis 😉 ) gemacht wird.

Eine gute Möglichkeit um die Berge zu erkunden und die verlassenen Ghosttowns zu entdecken, ist dabei der Ridgway State Park auf dem wir uns für eine Nacht einquartiert hatten. Alternativ könnte man natürlich auch in einem der zahlreichen Historic Inns in Ouray, Silverton oder auch Durango absteigen. Aber dort kann man halt nicht abends am Lagerfeuer lecker grillen 😉 .

Auf dem Ridgway State Park

Mit einer Karte/Übersicht der Geisterstädte und Lost Places ausgestattet sind wir auf dem sogenannten “Million Dollar Highway” bis nach Silverton gefahren. Die Karte habe ich in der kleinen Touristeninformation in Ouray, die neben einer heißen Quelle und einem kleinen Teich mit einer beachtlichen Menge an Kois (der bunte Karpfen) unübersehbar an der Straße liegt, entdeckt.

Unterwegs auf dem Million Dollar Highway

Da wir vor ein paar Jahren bereits in der Gegend um Durango unterwegs waren und wussten, dass es hier in den Bergen verlassene Städte und Minen gibt, hatte ich bereits daheim nach Infomaterial geschaut aber nur einen Zeitungsartikel gefunden. Was in diesem natürlich nicht dabei stand und was uns daran gehindert hat ins Gelände zu fahren war unser Auto. Und nein, es gab kein neues Drama à la geplatzter Reifen oder so, wir hatten schlichtweg keinen richtigen Geländewagen und dieser ist Voraussetzung(!) für einen Ausflug ins Hinterland. So sind wir lediglich ein wenig in Ironton herumgegeistert und haben geschaut was sich in den Schränken befindet.

Der “Million Dollar Highway” verläuft von Silverton aus noch weitere 70 Kilometer in Richtung Durango. Aber auch ohne Geländewagen, ist der Highway 550 durch die Berglandschaft und vorbei an Flüssen und alten Minenschächten, landschaftliche sehr schön und es macht Spaß zum Fahren und aus dem Fenster schauen.

Bei den historischen Städtchen entlang der Strecke, die vor allem durch Anschluss an das Eisenbahnnetz Ende der 1870-er zu Geld und Größe gelangten, bin ich immer hin- und hergerissen. Einerseits finde ich die bunten Fassaden der “authentischen” Geschäfte total toll und fühle mich ein wenig wie als würde ich in einem Film mitspielen, andererseits ist das Ganze natürlich Kommerz par excellence.

Downtown Silverton

Für Eisenbahnfans sei an dieser Stelle angemerkt, dass auf der Strecke Durango <-> Silverton die Narrow Gauge Railroad, eine historische Dampflok, verkehrt. Auf dem folgenden Foto könnt ihr das Dampfmonster auch am Ortrand von Silverton erspähen.

Blick auf Silverton

Wie ihr auf den Bildern seht war das Wetter nicht ganz so gut und wir haben uns daher weiter in Richtung Norden, sprich Grand Junction, aufgemacht.

Weitere Ausflugstipps in der Region

  • Black Canyon of the Gunnison National Park: Beeindruckender und steiler Canyon mit fast schwarzem Gestein und tollen Möglichkeiten zum Camping.
  • Canyons of the Ancients National Monument
  • Durango
  • Chimney Rock National Monument
  • Telluride: Wander- und Skigebiet
  • Curecanti National Recreation Area