In Ulm, um Ulm und um Ulm herum

Wohin in Ulm – Botanische Mittagspause

14. Januar 2018

Heute möchte ich euch auf eine Veranstaltung in den Botanischen Garten mitnehmen. Der Botanische Garten der Universität Ulm zählt zu den größten Universitätsgärten in Deutschland und bietet in seinem Jahresprogramm zahlreiche Veranstaltungen und Vorträge an.

Eine dieser Veranstaltungen ist die botanische Mittagspause die zweimonatlich von 12:15 – 12:45 Uhr stattfindet. Leider schaffe ich es nicht jeden Monat die Veranstaltung zu besuchen und so war ich Ende letzten Jahres nach 2 monatiger Pause endlich wieder mit von der Partie 🙂 . Die botanische Mittagspause findet das ganze Jahr über statt – wobei sie in den Wintermonaten in den Gewächshäusern und in den Sommermonaten bzw. im späten Frühling meist im Apothekergarten abgehalten wird.

Aber um was geht es jetzt genau und was macht man da so ?

Für mich ist das Reizvolle, dass man im Voraus nicht weiß welches Thema genau besprochen bzw. behandelt wird. Zudem ist es ein toller Ausgleich und eine super Gelegenheit “aus dem Büro zu kommen” und auch den Kopf freizubekommen. Ich bekomme jedes Mal neue Impulse und Ideen und kann mich auch ein wenig mit den anderen Besuchern austauschen. Meistens bereiten ein oder zwei Mitarbeiter des Botanischen Gartens das individuelle Thema vor und bringen es in der sehr kurzweiligen halben Stunde den Besuchern näher. Die Gruppengröße variiert dabei zwischen 7 und 20 Personen. Die Führung ist kostenlos und man trifft sich immer direkt am Eingang bei den Gewächshäusern.

Eingang Gewächshäuser im Botanischer Garten

So habe ich schon einige Tipps zur Bewirtschaftung meines eigenen Gartens, zur Anzucht von Kräutern, dem Zuschnitt von z.B. Oleander, interessantes Hintergrundwissen über verschiedene Giftpflanzen und der Pflege von Kakteen und Sukkulenten erhalten. Je nach Inhalt wird die Führung von einem Zoologen, einem Biologen oder einem Gärtner des Gartens übernommen. So kann es wie letztens der Fall sein, dass bei der Führung der Schwerpunkt mehr auf dem Thema Bestäubungssymbiose liegt. Hier geht es um die Symbiose zwischen Pflanzen und Tieren. Die Tiere nehmen aus den Blüten der Pflanzen Nahrung auf und bestäuben als Gegenleistung die Blüten.

Zudem wird immer wieder die Herkunft verschiedene Kulturpflanzen aus der alten und neuen Welt beleuchtet. Die letzte Mittagspause waren wir in Namibia unterwegs. Hier habe ich erfahren, dass die „Lebenden Steine“ (Lithops), die bei uns als beliebte Zimmerpflanze im Gartenmarkt verkauft werden, Mittagsblumengewächse sind und ihren Ursprung in der Wüste Namib haben. Ihr Aussehen haben sie als Schutz vor Fressfeinden. Die Antilope können so nur schwer die schmackhaften Pflänzchen von den wirklichen Steinen unterscheiden 😉 .

Ich habe auch gelernt, dass nicht alles was Stacheln hat ein Kaktus ist. Hier wird beispielsweise zwischen der Familie der Kakteen, die ursprünglich nur auf dem amerikanischen Kontinent heimisch waren, und der Familie der Wolfsmilchgewächsen unterschieden. Letztere sind weltweit in allen gemäßigten bis tropischen Gebieten heimisch und es tritt eine milchige Flüssigkeit aus wenn die Pflanze verletzt wird. Der Begriff Sukkulente ist somit nur ein Sammel- bzw. Überbegriff, welcher sich in mehr oder weniger bekannte Familien wie Agavengewächse, Kakteen oder Dickblattgewächse (zu denen auch der Pfennigbaum gehört) unterteilt.

Wenn ihr jetzt neugierig geworden seit und Lust bekommen die botanischen Mittagspause zu besuchen, findet ihr hier nochmals die Eckdaten der Veranstaltung.

Wochentag / Uhrzeit: zweimonatlich am Donnerstag von 12:15 – 12:45 Uhr
die genauen Termine 2018 sind: 18.01, 15.03, 17.05, 19.07, 20.09, 15.11
Veranstalter: Botanischer Garten
Ort: Botanischer Garten, Universität Ulm, Hans-Krebs-Weg, Eingang Gewächshäuser

 

Zur Homepage und dem Programm des Botanischen Gartens geht es hier entlang. Und übrigens, das nächste Mal findet die botanische Mittagspause am 18. Januar 2018, also nächsten Donnerstag, statt. Vielleicht sehen wir uns ja 🙂 .