In Ulm, um Ulm und um Ulm herum

Spaziergang im Finninger Ried

26. Mai 2021

Heute möchte ich euch mal wieder auf einen Ausflug ins Grüne im Neu-Ulmer Umland mitnehmen. In Zeiten von coronakonformer Freizeitgestaltung, aber vor allem nachdem ich ja im Oktober 2020 Mama geworden bin, muss ich mich oftmals an die schönen Ausflüge und Eindrücke aus meiner Kindheit hier im Umland zurückerinnern. Natürlich reichen meine Erinnerungen nicht bis in Henrys zartes Alter von sieben Monaten zurück, aber trotzdem gibt es immer wieder Ort hier in der Region, die ich gerne aus meinen Kindheitserinnerungen „ausgraben“ und für meinen kleinen Mann erlebbar machen möchte.

Als ich mich dann vor ein paar Wochen mit einer lieben Kollegin und ihren drei Kindern zum Spazierengehen verabredet hatte und sie mich fragte, wo wir den hingehen könnten wenn ihre Kinder gerne im Wald unterwegs wären, da musste ich unwillkürlich an das Ried bei Finningen denken.

Blick auf das Ulmer Münster vom Wanderparkplatz an der Alten Römerstraße

Mein Papa und ich hatten als ich klein war am Abend oftmals noch eine Runde mit dem Rad gedreht und mich hatte damals schon der dichtbewaldete Abschnitt nahe Finningen entlang der Alten Römerstraße fasziniert. Hier zwischen Nadelbäumen und den weißen Rinden der Birkenstämmen befindet sich noch der Rest einer charakteristischen Feuchtlandschaft inmitten der umliegenden, bewirtschafteten Felder und Wiesen.

Ich habe also meinen kleinen Mann und das Wägele ins Auto gepackt und wir haben uns am gut ausgebauten Wanderparkplatz an der Alten Römerstraße zum besagten Spaziergang getroffen. Abseits der asphaltierten Straße unweit des Parkplatzes eröffnet sich einem dann auch eine ursprüngliche und teils verwunschene Waldwelt die von den charakteristischen, schnurgeraden Wassergräben, die zur Trockenlegung des Geländes angelegt wurden, durchzogen ist.

Entlang einiger der schotterten Waldwege, die meist entlang der Gräben verlaufen, ist zudem ein Top in Schuss gehaltener Trimm-dich-Pfad angelegt, auf dem man seine Geschicklichkeit und Kraft unter Beweis stellen kann. Die Übungen sind dabei auf den Hinweistafeln gut beschrieben und die drei (großen) Jungs waren fleißig am Ausprobieren und Turnen 😉 .

Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, war die Vegetation noch nicht soweit wie jetzt Ende Mai, aber die Schlüsselblumen und die Sumpfdotterblumen sind in den feuchten Gräben als gelungene Farbtupfer bereits in voller Blüte gestanden und haben die ersten Bienchen angelockt.

Die Bänke am Wegesrand laden zudem auch immer wieder zu einer kurzen Rast oder in den Sommermonaten zu einem Picknick ein. Was mir hier sehr gut gefallen hat ist, dass alle Picknickplätze mit einem Mülleimer ausgestattet waren. Leider ist das nicht immer selbstverständlich und leider nehmen auch nicht alle Spaziergänger und Wanderer ihren Müll wieder mit.

In mir hat der entspannte, nachmittägliche Spaziergang einige Kindheitserinnerung wieder wach werden lassen und auch Henry hat sehr lange interessiert aus seinem Wägele rausgeschaut, ist aber letztendlich zufrieden eingeschlafen. Es wird also nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir hier unterwegs waren und das nächste Mal kann Henry dann auch auf dem Trimm-dich-Pfad herumkraxeln 🙂 .

Da geht was 😉

Übrigens befindet sich nur einen Steinwurf vom Wanderparkplatz entfernt, an der Kreuzung der Landstraße das „Riedwirtshaus“, eine Gaststätte mit einem schönen Biergarten der unabhängig vom Besuch des Rieds zur Einkehr einlädt.