Urlaub in Norwegen

Unterwegs in der Telemark

24. Mai 2015

Unser kleiner Ausflug in die Region Telemark wurde leider von schlechtem Wetter und Regen begleitet. Die Region wird auch oft als “Norwegen im Kleinen” bezeichnet, weil in ihr alles zu finden ist was Norwegen ausmacht: Seen, Flüsse, Almwiesen, Berge und natürlich Gletscher.

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Telemark

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Telemark 59.297759, 9.100857 Lunde, Norway (Routenplaner)

So haben wir in Drammen die Küste verlassen und sind Richtung Kongsberg gefahren. In Drammen haben wir einen kleinen Ausflug über die Spiraltoppen auf den gleichnamigen Berg gemacht. Die Besonderheit ist hier, dass die Serpentinen nicht um den Berg herum sondern im Berg verlaufen. Von Gipfel hat man einen tollen Ausblick über die Stadt und den Fjord.

Blick auf Drammen

In der Nähe von Notodden haben wir uns in Heddal die meist fotografierteste Stabkirche in Norwegen angeschaut. Sie ist mit 26 Metern die Höchste im Land und wurde bereits im 12 Jahrhundert erbaut. Bis heute wurde sie zig Mal erweitert, abgerissen, aufgebaut und wieder erweitert. Ob das dem Troll Finn, der einer Sage zufolge die Kirche in lediglich drei Tagen erbaut haben soll, so gut gefällt sei mal so dahingestellt 😉 .

Zwischenzeitlich hat sich das Wetter zum Dauerregen entwickelt und wir haben uns entschieden zurück an die Küste zu fahren und “nur” noch dem Telemark-Kanal einen kleinen Besuch abzustatten. Der Kanal wurde im Jahr 1892 für die Schifffahrt eröffnet. In ihm überqueren die Schiffe 70 Meter Höhenunterschied mit insgesamt 8 Schleusen.

Am Telemark-Kanal

Heute wird der Kanal primär von Ausflüglern im Kanu befahren. Früher war er aber ein wichtiger Schifffahrtsweg für die Holzindustrie: in ihm wurden nämlich die Baumstämme zu den Fabriken und Sägewerken in der nahen Umgebung geflößt.

Nach einer 2-stündigen Fahrt haben wir unser Zelt im strömenden Regen auf einem, sehr schön am Fjord gelegenen, Campingplatz bei Stathelle aufbauen. Unser Decathlon Wurfzelt war dabei, zum erstaunen des ein oder anderen Campers, wirklich in knapp fünf Minuten aufgebaut. Wir haben in der Campingplatz-Küche gekocht und den Abend im Vorzelt verbracht: hier sitzt es sich zu zweit inkl. einem kleinen Tisch super gemütlich auch wenn draußen der Regen gegen das Zelt plätschert.