Urlaub in Norwegen

Hardangerfjord

27. Mai 2015

Die Weiterfahrt zum Hardangerfjord war leider von schlechtem Wetter, sprich Regen und Schnee, geprägt. Wir sind an de Fjorden entlang über den kleinen Ort Sand ins Landesinnere nach Røldal gefahren. Der Weg durch die tiefen Täler zwischen steilen Felswänden hindurch war leider nicht besonders abwechslungsreich: es hat starken Nebel gehabt bzw. die Wolken sind oft so tief gehangen das man von der Straße am Fjord aus das Wasser nicht gesehen hat 🙁 .

Wir sind auf der Rv 13 durch viele Tunnel hindurch in die Berge nach Røldal gefahren. Kurz vor Røldal sind wir an einem tollen Wasserfall vorbeigekommen.

Wasserfall am Wegesrand

Wenn man eine Reise nach Norwegen unternimmt darf man keine Tunnelphobie haben 😉 . Manchmal reiht sich Tunnel an Tunnel und viele sind 3-5 Kilometer lang. Manchmal denke ich die Norweger sind mit den Maulwürfen verwandt. Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Røldal ist jedoch keine Tunnel sondern eine Stabkirche, welche 1250 erbaut wurde.

Im Inneren befindet sich eine tolle Rosenmalerei der Heilkräfte zugeschrieben wurden. Deswegen wurde die Kirche ab dem 13. Jahrhundert zu einer der bekanntesten Wallfahrtskirchen Norwegens. Leider hatte die Kirche geschlossen 🙁 . Durch die Berge, vorbei am røldaler Skilift (genug Schnee liegt ja noch), sind wir weiter in den Norden nach Odda gefahren.

Odda ist ein relativ großer Industriestandort mit Karbidfabriken und Schmelzwerken. Ich finde es immer wieder krass zu sehen, wie (scheinbar aus dem nichts) inmitten der Natur auf einmal große Industriebauten und Fabriken auftauchen.

Übernachtet haben wir in Lofthus, einem kleinen Ort direkt am Hardangerfjord, zwischen Obstbäumen und hohen Bergen 🙂 . Dort haben wir uns das erste Mal (dem anhaltenden Regen „sei Dank“) eine kleine Hütte auf dem Campingplatz gemietet und waren total begeistert wie gemütlich diese eingerichtet ist.

Zum Abendessen gab es dann ganz typische Norwegisches Chili-Con-Würstchen und Brot 😉 . Erst am nächsten Morgen hat sich uns die wunderschöne Landschaft entlang dem Hardangerfjord gezeigt

Wir haben einen kleinen Ausflug entlang dem Eidfjord zum viel beworbenen Vøringsfossen Wasserfall gemacht. Die Fahrt bei Sonnenschein entlang dem Fjord war herrlich. Den Wasserfall selbst fanden wir nicht ganz so beeindruckend.

Das kann aber auch an der Tatsache liegen, dass momentan in jedem Tal und an jedem See/Fjord zig Wasserfälle zu sehen sind. Das ist der Schneeschmelze in den Bergen geschuldete. Da fällt ein Wasserfall mehr oder weniger „nicht mehr so ins Gewicht“ 😉 .

Von dort aus ging die Fahrt weiter Richtung Sognefjord, dem längste (204 Kilometer) und gleichzeitig mit 1308 Meter tiefsten Fjord Europas.