DIY & Home & Garden

DIY – Etagere wie aus Oma’s Zeiten

27. August 2017

Heute habe ich ein in Gedanken schon vor langem begonnenes Bastelprojekt in die Tat umgesetzt. Ich überlege schon seit Anfang des Jahres eine Etagere mit alten Tellern zu basteln. Leider bekommt an vom “rumüberlegen” auch keine geeigneten Teller und so ist die Idee lange eine Idee geblieben – bis heute 🙂 . Ich muss sagen das das Projekt anfänglich ganz einfach geklungen hat, letztendlich aber doch so manche Tücken und Fallstricke umgangen werden mussten und der Teufel doch mal wieder im Detail lag. Aber eines nach dem anderen …

Für die Etagere braucht ihr zuerst einmal geeignete Teller – sprich zwei oder drei Stück die vom Muster und von der Größe zueinander passen. Ich wollte unbedingt eine Etagere mit nostalgischen Tellern, spricht mit Goldrand und vintage Muster und bin super happy das Florians Oma noch solche Teller in ihrem Schrank hat und sie mir auch überlassen hat – das gute Rosenthal Geschirr 🙂 . Wenn ihr keine Oma habt und eure Etagere auch eher nostalgisch sein soll, schaut doch mal auf dem Flohmarkt oder fragt bei Freunden oder Kollegen rum. Geschirr mit Goldrand ist oftmals ein “ungeliebtes” Erbstück das in der Anrichte verstaubt und einige Leute sind froh wenn sie es “los” werden.

Verwendete Teller

Wenn ihr die Teller habt benötigt ihr natürlich die Stangen zwischen den einzelnen Etagen. Hier habe ich von RAYHER einen Metall Etageren Bausatz bei Amazon bestellt. Dieser ist für eine Etagere mit drei Ebenen. Meine Etagere soll nur zwei Ebenen haben und so ist ein Teil über, was aber nichts ausmacht da es sicherlich nicht das letzte Mal war das ich ein solches Bastelprojekt umgesetzt habe 😉 . Bei dem 11-teiligen Bausatz sind zudem Schutzscheiben und die Endschraube für den untersten Teller beinhaltet. 

Um Löcher in die Teller zu bekommen braucht ihr auf jeden Fall einen Akkuschrauber oder eine Bohrmaschine, auf keinen Fall aber eine Schlagbohrmaschine. Ebenso einen Keramikbohrer und einen Diamantbohrer mit je 6 mm. Beides habe ich auch bei Amazon erworben, alternativ gibt’s die Bohrer natürlich auch im Baumarkt.

Der Fliesenbohrer ist von Bosch, der Diamantbohrer von einer No-Name-Firma, was aber keine Rolle spielt. Ich möchte ja bei meinem Bastelprojekt keine 20 Löcher bohren. Ansonsten würde sich vielleicht die Frage stellen, ob ein Diamantbohrer z.B. von Bosch für 20-30 Euro das Stück eine bessere und längerfristigere Wahl gewesen wären.

Zuerst muss aber mal die richtige Position für das Loch in der Tellermitte gefunden werden. Hier müsst ihr im Hinterkopf behalten, dass das Muster auf dem Teller, als auch die Prägung / der Druck mit dem Firmenlogo auf der Hinterseite des Tellers oftmals nicht mittig angebracht sind und zur Orientierung nur bedingt taugen.

Ich habe die Mitte des Tellers mit einem langen Lineal und einigen Hilfslinien ermittelt. Anschließend habe ich auf die Mitte des Tellers Malerkrepp geklebt, um zu verhindern das das Porzellan springt. Ich bin mir nicht sicher um es das wirklich braucht, da der Bohrvorgang mit Wasser gekühlt werden muss und sich so das Malerkrepp beim mir wieder gelöst hat. Gesprungen ist aber trotzdem nichts …

Als rutschfeste Unterlage zum Bohren habe ich ein großes Plastik Küchenbrett verwendet. Beim Bohren ist ein zweites paar Hände das den Teller hält und immer mal wieder Wasser auf das Bohrloch spritzt nicht unpraktisch 😉 . Wenn ihr jetzt denkt das die Bohrerei in 3 Minuten erledigt ist täuscht ihr euch gewaltig. Der Fliesenbohrer dringt nur langsam in die gebrannte Oberfläche ein und bahnt sich so auch nur langsam seinen Weg auf die anderer Seite. Florian hat mir beim bohren geholfen und wir mussten immer wieder unterbrechen da ansonsten der Akkuschrauber überhitzt wäre. Also wenn es raucht solltet ihr aufhören und später wieder weitermachen 😉 . Ich kann euch jetzt gar nicht sagen wie lange wir für ein Loch benötigt haben, ich denke aber schon ca. 15 Minuten. Nach dem Bohren mit dem Fliesenbohrer könnt ihr das Loch mit dem Diamantbohrer noch abrunden und sauber ausarbeiten. Am Ende solltet ihr ein exaktes Loch in der Mitte des Tellers haben.

Nach dem Bohren solltet ihr das Geschirr nochmals mit Spülmittel reinigen, ist die Etagere erstmal zusammengebaut wir das nämlich ein wenig schwierig 😉 . Das Zusammenbauen hat sich auch ein wenig als tückisch erwiesen, da die im Set mitgelieferte Schraube für die untere Stange zu kurz war und nicht gegriffen hat. Meine unterste Ebene bildet eine Art Servierplatte, die einen Tick größer als ein Speiseteller ist und einen recht dicken Boden hat. Ich habe mir dann eine 6 x 20mm (Ersatz-) Senkschraube im Baumarkt gekauft und diese verwendet.

Etagere zusammenbauen

Trotz allem muss ich sagen, dass der Fliesenbohrer nach den zwei Löchern schon fast stumpf ist und für weitere 2-3 Löcher im Porzellan (sprich eine weitere Etagere) nicht mehr verwendet werden hätte können. Aber am Ende zählt das Ergebnis und das ist so geworden wir ich es mir erhofft hatte. Auch die Wahl der metallfarbenen Stangen in Kombination mit dem Goldrand hat sich in “natura” als sehr hübsch erwiesen. Die goldenen Stangen wäre hier nach meinem Geschmack zu viel des Guten gewesen.

Die Etagere hat einen würdigen Platz auf unserem Wohnzimmertisch bekommen und wurde auch gleich, wie auf dem Beitragsbild zu sehen, mit Süßigkeiten gefüllt. Ich hoffe ich konnte euch auch zum Basteln animieren und wünsche euch viel Spaß beim Zusammenbau eurer Etagere.

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