Kanada Westküste

Banff und Lake Louise

6. September 2014

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir von Calgary in die Rocky Mountains gefahren. Unser erstes Ziel war der Banff NP und dort der gleichnamigen Ort. Wir haben unser Zelt auf dem Tunnel Mountain Campground aufgeschlagen und sind im Anschluss zur Touristen Informationen gefahren um uns dort mit Kartenmaterial einzudecken.

Rocky Mountains
Fahrt in die Rocky Mountains

Ich hatte zwar schon daheim Infos über die Rockys zusammengetragen, aber Wanderkarten habe ich nicht organisieren können. Anschließend haben wir am Lake Minnewanka zwei kurze Wanderungen unternommen: eine Looptrail über das Gebiet der Bankhead Kohlemine (1,5 km) und in den Stewart Canyon (4 km). Dort war nach drei Kilometer aber der Weg (quasi) gesperrt.

Banff
Unterwegs im Banff National Park

Es gibt in diesem Gebiet häufige Grizzly Aktivitäten, da die Bärlis auf der Suche nach Beeren sind und für den Winter noch ordentlich reinfuttern müssen.
Gegen Spätnachmittag sind wir noch ein wenig im Ort rumgelaufen, haben die alten heißen Quellen besucht (Historic Site) und am Abend ein großes Campingfeuer gemacht.

Es ist (wie bereits voraus zusehen war),  am Abend nachdem die Sonne unter gegangen ist schnell kalt geworden. Kurz nach dem Essen (Okragemüse und Hühnchen vom Grill) hatten wir noch Besuch von einem besonders gesprächigem Eichhörnchen das uns 10 Minuten aus sicherer Höhe angefiept hat.

Banff
Camping im Banff National Park

Wir nennen die Eichhörnchen, in Deutschland ist es mir noch nie aktiv aufgefallen das die kleinen Wesen Geräusche machen, jetzt immer “Schimpfhörnchen” 🙂 . Obwohl es Nachts -1 Grad hatte, haben wir in unseren tollen (Aldi) Schlafsäcken nicht gefroren. Am nächsten Tag ging die Fahrt in den Rockys weiter Richtung den Lake Louise.

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Lake Louise

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Lake Louise 51.425385, -116.177319 Lake Louise, AB T0L, Canada (Routenplaner)

 

Wir hatten am Vortag noch einen Campingplatz auf dem Lake Louis Campground reserviert, da es nicht ganz klar war wie viel von Freitag auf Samstag los sein würde. Auf halber Strecke haben wir eine Wanderung zu den Inkpods und den beiden Wasserfällen im Johnston Canyon unternommen (14 km). Die Inkpots werden durch unterirdische Quellen gespeist und die unterschiedlichen Mineralien im Wasser und im Schlick bilden die unterschiedlichen Farben. Das Prinzip ist das gleiche wie in Yellowstone, nur das Wasser ist hier nicht warm/heiß.

Gegen Mittag sind wir am Campground angekommen. Das Areal für Zelte ist dort bzgl. Grizzly Aktivitäten extra mit einem Elektrozaun gesichert. Wir sind im Anschluss an den Lake gefahren und haben dort bei einer kurzen Wanderung (4 km) um den See das Panorama (direkte Sicht auf den Viktoria Gletscher) genossen. Auch hier am See befinden sich mal wieder ein Betonklotz, ähhh ich meine ein Resort Hotel am Seeufer.

Am späten Nachmittag sind wir vom Moraine Lake aus zu einer Wanderung zum Consolation Lake aufgebrochen. Wegen Grizzly Aktivitäten sollte die Wandergruppe aus min. 4 Personen bestehen. Wir haben am Trailhead ein Pärchen getroffen das sich uns spontan zum “mitwandern” angeschlossen hat. Das die beiden aus Hamburg sind, haben wir erst nach einem halben Kilometer (inkl. englischer Konversation) herausgefunden 😉 .

Banff
Wanderung zum Consolation Lake

Wir sind auf keinen Bären getroffen, haben aber seine Exkremen auf dem Weg begutachtet. Wahrscheinlich hat der Bär uns aus dem Gebüsch beobachtet und fand es witzig wie wir seine Köttel fotografiert haben 🙂 . Den Tag über war das Wetter super (15 Grad und Sonne – so wie es in den Bergen halt sein muss), am Abend ist es auch hier schnell kalt geworden.
Auf den Grill kamen heute in kanadischen Speck gewickelte Schweinekotlettes. Dazu hat die Küchenmeisterin einen griechischen Salat gemacht. Die 200 g Feta haben 8 Dollar gekostet. Käse ist in Kanada so teuer – es ist fast nicht zu glauben, ausnahmsweise haben wir uns jetzt mal ein Stück gegönnt. Normalerweise sind wir ja die letzten die beim Essen sparen, aber hier muss man das Geld nicht mit beiden Händen rauswerfen.

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