Kanada Westküste

Banff – Canada’s first National Park

6. September 2014

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir von Calgary in die Rocky Mountains gefahren. Unser erstes Ziel war der Banff National Park. Hier haben wir unser Zelt auf dem Tunnel Mountain Campground aufgeschlagen und sind im Anschluss zum Visitor Center gefahren um uns dort mit Karten- und Infomaterial über den Park einzudecken. Ich hatte zwar schon daheim Infos über die Rockys zusammengetragen, aber Wanderkarten hatte ich nicht organisieren können.

Rocky Mountains
Fahrt in die Rocky Mountains

Wanderlust

Anschließend haben wir natürlich gleich die Wanderstiefel angezogen und zwei kurze Wanderungen am Lake Minnewanka Wanderungen unternommen. Einmal einen Looptrail durch das Gebiet der ehemaligen Bankhead Kohlemine (1,5 km) und eine etwas längere wunderschöne Wanderung in den Stewart Canyon (4 km).

Banff
Unterwegs im Banff National Park

In diesem Gebiet sind im Herbst Grizzly Aktivitäten zu verzeichnen, da die Bärlis jetzt auf der Suche nach Beeren sind um für den Winter noch ordentlich reinfuttern zu können. Zur Sicherheit der Besucher war auch der Wanderweg nach der Hälfte gesperrt und wir mussten leider umkehren. Gegen Spätnachmittag sind wir noch ein wenig in Banff herumspaziert und haben die heißen Quellen (Upper Hot Springs) besucht. Diese waren auch der Grund dafür, dass der Park in den 1880er-Jahren überhaupt gegründet wurden. Banff ist somit auch der älteste National Park Kanadas.

Am Abend, nachdem die Sonne unter gegangen ist, wurde es doch sehr schnell klar auf dem Campingplatz. Aber macht nichts 😉 , wir hatten ja ein abwechslungsreiches Abendprogramm – gestaltet von einem besonders gesprächigen Eichhörnchen das uns aus sicherer Höhe beim Essen, es gab Okragemüse und Hühnchen vom Grill, beobachtet und angefiept hatte.

Banff
Camping im Banff National Park

Wir nennen die Eichhörnchen jetzt immer liebevoll „Schimpfhörnchen“. In Deutschland ist es mir auch noch nie aktiv aufgefallen, dass die kleinen Wesen solche lauten Geräusche machen. Am nächsten Tag ging die Fahrt in den Rockys weiter Richtung den Lake Louise.

Unterwegs am Lake Louise

Wir hatten am Vortag noch einen Campingplatz auf dem Lake Louis Campground reserviert, da es nicht ganz klar war wie viel von Freitag auf Samstag los sein würde. Auf halber Strecke haben wir eine fantastische Wanderung zu den Inkpods und den beiden Wasserfällen im Johnston Canyon unternommen (14 km).

Inkpods und Wasserfälle im Johnston Canyon

Die Inkpots werden durch unterirdische Quellen gespeist und die unterschiedlichen Mineralien im Wasser und im Schlick bilden die unterschiedlichen Farben. Das Prinzip ist beispielsweise das gleiche wie bei den Quellen im Yellowstone National Park, mit dem Unterschied dass das Wasser hier nicht heiß aus der Erde kommt.

Gegen Mittag sind wir am Campground angekommen. Das Areal für Zelte ist dort wegen den Grizzly Aktivitäten extra mit einem Elektrozaun gesichert, das mich anfänglich ein wenig irritiert hatte. Wir sind im Anschluss natürlich an den See hinunter gefahren und waren vom blauen Wasser und dem unbeschreiblich tollen Panorama auf den Viktoria Gletscher einfach nur geflasht. Bei der vier Kilometer langen Wanderung rund um den See hat eigentlich nur das x-stöckige Resort Hotel am Seeufer die beeindruckende Natur unterbrochen bzw. wie ich finde gestört. Solch ein Betonklotz hat meines Erachtens nichts im Nationalpark verloren, aber nun gut.

Am späten Nachmittag haben wir nochmals die Wanderstiefel geschnürt und sind vom Moraine Lake aus zu einer Wanderung zum Consolation Lake aufgebrochen. Wegen Grizzly Aktivitäten sollte die Wandergruppe aus mindestens vier Personen bestehen. Wir haben am Trailhead ein Pärchen getroffen, welches sich uns spontan zum „mitwandern“ angeschlossen hat. Das die beiden aus Hamburg sind, haben wir erst nach einem halben Kilometer und reger englischer Konversation herausgefunden 😉 .

Banff
Wanderung zum Consolation Lake

Leider sind wir sind auf keinen Bären getroffen, haben aber seine Exkremente auf dem Wanderweg begutachten können und wahrscheinlich hat uns der Bär aus dem Gebüsch beobachtet und fand es witzig wie wir seine Köttel fotografiert haben 🙂 .

Zurück auf dem Campingplatz gab es heute in kanadischen Speck gewickelte Schweinekoteletts vom Grill. Dazu hat die Küchenmeisterin einen griechischen Salat mit 200 Gramm Feta für 8 Dollar gemacht. Der Käse ist in Kanada so teuer, dass es ist fast nicht zu glauben ist. Daher haben wir uns auch ausnahmsweise mal wieder ein Stück gegönnt. Normalerweise sind wir ja die Letzten die beim Essen sparen, aber man muss das Geld auch nicht mit vollen Händen rauswerfen.

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