Städteurlaub

Salzburg (Teil 2)

3. Oktober 2015

Am Sonntagmorgen sind wir nach dem Frühstück in Richtung Lustschloss Hellbrunn aufgebrochen. Der Regen hat leider nicht nachgelassen und so sind wir nicht nur “von unten her” nass geworden – dazu aber später mehr 😉 .

Am Tag zuvor haben wir uns in der Salzburger Innenstadt umgesehen und u. a. die Festung Hohensalzburg und Schloss Mirabell besucht. Schloss Hellbrunn befindet sich ca. 6 km außerhalb der Innenstadt inmitten einer wunderschönen Parkanlage.

Salzburg

Die Anlage wurde im 17. Jahrhundert von Markus Sittikus, dem damaligen Fürsterzbischof von Salzburg, erbaut und hatte nur einen Zweck: hier Abseits dem Hofe konnte man ordentlich die Sau rauslassen und auch ein wenig vor den Kumpels und den Geschäftspartnern protzen. Heutzutage hätte er sich wohl eine Villa für 40 Millionen Dollar in den Hollywood Hills und eine 100 Meter Luxusjacht gekauft 😉 …

Die Zeiten ändern sich ja bekanntlich und heute scheinen die weltbekannten Wasserspiele im Park lediglich eine witzige Unterhaltung zu sein. Stellt man sich jedoch vor, dass man in der Spätrenaissance zum erlesenen Publikum gehört hat, welches das Schlösschen und die Wasserspiele überhaupt zu Gesicht bekommen hat, sieht die Sache wieder ein wenig anders aus. Ebenso ist die Technik die hinter dem ganzen Spektakel steckt, selbst aus heutiger Sicht ziemlich “ausgefuchst”: der ganze Garten ist mit einem Netz von Pumpen und unterirdischen Leitungen versehen, die dafür sorgen das das Wasser aus den Mündern der Wasserspeier etc. sprudelt.

Das Innere des Schlosses kann auf eigene Faust mit einem Audioguide erkundet werden. Hier erfährt man mehr über den Fürsterzbischof, das Gebäude und die Parkanlagen.

Salzburg

Im Eintritt von 10,50 Euro (bzw. “kostenlos” mit der Salzburg-Card) sind auch die Wasserspiele mit inbegriffen. Diese können nur mit einem Guide besichtigt werden. Die Führungen finden alle 20 Minuten statt und starten hinter dem Schloss am römisches Theater.

Salzburg

Die erste Station ist der sogenannten “Fürstentisch”. An diesem haben die feinen Herrschaften fürstlich gespeist und wurden mit ein paar kleinen und gemeinen Überraschungen bei Laune gehalten 😉 .

Der Rundgang führt weiter zu den Neptun- , Muschel-, Ruinen-, Vogelsang- und Mydasgrotten. Allesamt sind diese mit verschiedenen detailgetreuen Marmorskulpturen ausgestattet und die Wände mit tropfsteinartigem Tuffstein ausgekleidet.

Zudem ist alles ist mit kleinen, witzigen Gemeinheiten “ausgestattet” die dem Besucher einen feucht fröhlichen Aufenthalt bescheren. Wasserscheu sollte man bei diesem kleinen Ausflug also nicht sein 😉 .

Ein weiteres Highlight im Garten ist das mechanische Theater aus dem Jahr 1748. Dieses stellt mit ca. 250 sich auf drehenden Scheiben fortbewegende Holzfiguren das vielfältige Treiben einer Kleinstadt dar. Dazu kann man verschiedenen Melodien von Mozart oder Eberlin lauschen. Die Musik wird mit Hilfe einer Walzen-Orgel abgespielt und soll die Geräusche, welche das Holzräderwerk das vom Wasser des Baches angetrieben wird, übertönen.

Salzburg

Im Anschluss an den Schlossbesuch sind wir in die Stiegl-Brauwelt gefahren. Diese befindet sich in Maxglan, einem Stadtteil von Salzburg im Westen der Stadt. Stiegl ist die größte private Brauerei in Österreich und produziert über 1.000.000 Hektoliter Bier im Jahr. Die Brauwelt ist in der Salzburg-Card inkludiert (ansonsten 11 Euro Eintritt pro Person) und zeigt in einer sehr schön interaktive Ausstellung die Geschichte der Brauerei und wie Bier gebraut wird.

Salzburg

Mit der Eintrittskarte bekommt man 4 Gutscheine für drei Bierproben a 0,2 l sowie ein Geschenk aus dem Shop. Die Getränke-Gutscheine kann man nach dem Rundgang durch die Brauwelt in der Brauereigaststätte einlösen 🙂 :

Nach dem Mittagessen haben wir uns auf den Rückweg nach Hause gemacht. Auf der A8 ist die Verkehrslage ja immer ein wenig “unberechenbar” und wir hatten daher ausreichend Zeit für den Rückweg einplant.

Fazit

Alles in allem hat es uns super in Salzburg gefallen und ich kann die Stadt nur allzu gut für einen Wochenendausflug empfehlen. Zu jeder Jahreszeit gibt es vieles zu entdecken, gleichzeitig ist die Innenstadt aber überschaubar und fast alle Sehenswürdigkeiten sind per Fuß zu erreichen. Dazu kommt das die österreichische Küche für Fleisch-, Nachspeisen- und Bierliebhaber ein Traum ist und ich quasi den ganzen Tag essen könnte 😉 . Daher möchte ich mich in einem weiteren Beitrag den süßen Salzburger Spezialitäten widmen. Seid also gespannt …