Städteurlaub

Salzburg (Teil 1)

20. September 2015

Das erste Septemberwochenende habe ich in Mozarts Geburtsstadt Salzburg verbracht ūüôā . Florian und ich hatten bereits vor zwei Jahren einen kleinen Ausflug in das Salzkammergut gemacht und dort auch Salzburg und das Salzbergwerk in Hallein besichtigt.

Jetzt haben wir im Rahmen eines Familienausflugs (Geburtstagsgeschenk f√ľr meine Mami ūüôā ) der mittelalterlichen Stadt, die seit 1996 auch UNESCO Weltkulturerbe ist, einen erneuten Besuch abgestattet.

Gewohnt haben wir Nahe dem Festspielhaus, einem wie ich finde sehr h√§sslichem „Kasten“, in dem allj√§hrlich die weltbekannten Salzburger Festspiele stattfinden. Vom Hotel am Neutor war also die Altstadt bequem per Fu√üg√§nger-Tunnel durch den M√∂nchsberg hindurch erreichbar.

Die Altstadt von Salzbug ist klein, fein und touristisch ūüėČ . In den engen Gassen und an den vielen Pl√§tzen befinden sich viele kleine Gesch√§fte und Kaffeeh√§user die zum verweilen einladen. Nat√ľrlich d√ľrfen die „Fiaker“ nicht fehlen. Das sind zweisp√§nnige Pferdekutschen die die Touristen durch die Stadt kutschieren und in keiner gr√∂√üeren √∂sterreichischen Stadt aus dem Stadtbild wegzudenken sind.

Hoch √ľber der Stadt thront das Wahrzeichen der Stadt, die Festung Hohensalzburg. So gesehen ist fast ganz Salzburg von Bergen umgeben: Auf der einen Seite vom M√∂nchsberg, Rainberg und Festungsberg und auf der anderen Seite vom Kapuzinerberg.

Bei der Namensgebung der Berge f√§llt auch gleich der „kl√∂sterliche“ Bezug auf und es wundert einen auch nicht das es im Stadtgebiet ein halbes Dutzend Brauereien gibt ūüėČ .

Am Freitag Abend haben wir im Gablerbr√§u Keller gegessen und sind anschlie√üend noch ein wenig am Ufer der Salzach spazieren gegangen. Ich habe mir einen leckeren Tafelspitz mit R√∂stis, Bohnen und Apfelkren geg√∂nnt – aber leider kein Foto f√ľr die Nachwelt gemacht ūüôĀ .

Unterwegs in den n√§chtlichen Stra√üen muss ich sagen: ich liebe die „k. u. k.“-Architektur und finde es toll am Abend durch die wundersch√∂n beleuchtete Stadt zu schlendern ūüôā .

Am Samstag morgen hat es dann leider geregnet, was uns aber nicht davon abgehalten hat die Stadt unsicher zu machen. Wir haben uns daf√ľr entschieden die Salzburg-Card zu kaufen: mit ihr kann man entweder 24 oder 48 Stunden f√ľr 27 ‚ā¨ bzw. 36 ‚ā¨ alle Sehensw√ľrdigkeiten im Stadtbereich kostenlos besichtigen. Au√üerdem k√∂nnen die √∂ffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden und es gibt weitere Verg√ľnstigungen f√ľr Stadtrundfahrten etc. Die Salzburg-Card kann entweder im Hotel oder in der Touristen Information am Mozartplatz gekauft werden.

Nur einen Steinwurf vom Festspielhaus entfernt befindet sich der Salzburger Dom. Sein Querschiff misst stolze 69 Metern und das innere des Barockbaus ist mit viele Gold und Marmor ausgeschm√ľckt.

Der Dom wurde im Jahr 1628 unter der Herrschaft von F√ľrsterzbischof Lodron fertiggestellt und anschlie√üend festlich eingeweiht. Der Residenzplatz und die alten erzbisch√∂flichen Resident bilden zusammen das Domensemble.

Dieses sieht von au√üen wenig spektakul√§r aus, in den Prunkr√§umen der Residenz er√∂ffnet sind einem jedoch der Blick auf exquisites Mobiliar, bunte Wandteppiche und funkelnde Kronleuchter.

Besucht man heute die R√§umlichkeiten kann man sich durchaus vorstellen, dass hier ein √ľberm√§√üiger Reichtum zur Schau gestellt wurde und vielen der Besucher wahrscheinlich vor Staunen „die Augen aus dem Kopf gefallen sind“ im Anbetracht des immensen Prunks in den Gem√§chern der damaligen F√ľrsterzbisch√∂fe.

Gleich hinter dem Dom befindet sich der √§lteste Friedhof Salzburg: der Petersfriedhof. Der Friedhof schmiegt sich dicht an den Festungsberg und geh√∂rt zum gleichnamigen Benediktinerkloster St. Peter.

Die Besonderheit ist hier, dass in den blanken Stein des Festungsberges „Katakomben“ hineingeschlagen wurden. Diese sind √ľber enge, steile Stufen und dunkle G√§nge zu erklimmen. In schmalen Erkern sind Kapellen untergebracht.

Die Katakomben von ca. 470 n. Ch. waren jedoch keine klassische Begr√§bnisstelle sondern ein fr√ľhchristliche Versammlungsort. Immer wieder sind schmale Fenster in die Wand eingelassen, von dort aus sich einem ein sch√∂ner Ausblick auf das Domquartier und die Klosterkirche er√∂ffnet.

Die Festung Hohensalzburg ist entweder zu Fu√ü oder mit der Festungsbahn erreichbar. Die √§ltesten Teile der Anlage stammen aus dem Jahr 1077. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Burg immer wieder erweitert und durch neue Anbauten und T√ľrme wehrbarer gestaltet. Heute umfasst die Festung eine breite Ringmauer und verschiedene Burgh√∂fe sowie eine eigene Kapelle.

Die Festung kann mit einem Audioguide auf eigene Faust erkundet werden. Au√üer dem Festungsmuseum k√∂nnen noch ein Marionettenmuseum und der Salzburger Stier besichtigt werden. Bei letzterem handelt es sich um die weltweit √§lteste noch in Betrieb befindende Walzenorgel. Zudem finden im F√ľrstenzimmer regelm√§√üig klassische Konzert und andere Veranstaltungen statt.

Eine weitere Sehensw√ľrdigkeit in der Altstadt ist das Schloss Mirabell mit dem gleichnamigen Garten. Dieses war ein Liebesgeschenk des F√ľrsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau an seine Angebetete. Das Schloss samt Garten liegt auf der, der Festung gegen√ľberliegenden Altstadtseite, und somit am rechten Ufer der Salzach. Zum Mirabellgarten geh√∂ren u.a. eine Orangerie, ein Rosengarten und ein Heckentheater.

In der Mitte des Gartens befindet sich der Pegasusbrunnen, welcher von den vier Elementen eingerahmt wird: dies sind Figurengruppen die f√ľr Feuer, Luft, Erde und Wasser stehen. Rund um die „Gro√üe Font√§ne“ gibt es zahlreiche Sitzm√∂glichkeiten und man hat, umgeben von einem Bl√ľtenmeer, einen sch√∂nen Blick auf die Festung.

Wir haben den Samstag bei einem leckeren Essen im Sternbr√§u ausklingen lassen. Es gab Fiaker-Gulasch mit W√ľrstchen, Gurke und Kn√∂del ūüôā .

Am Sonntag haben wir einen Ausflug in das Schloss Hellbrunn und die Stiegl-Brauwelt unternommen. Davon aber mehr im Teil 2 des Reiseberichts.