StÀdteurlaub

Salzburg (Teil 1)

20. September 2015

Das erste Septemberwochenende habe ich in Mozarts Geburtsstadt Salzburg verbracht 🙂 . Florian und ich hatten bereits vor zwei Jahren einen kleinen Ausflug in das Salzkammergut gemacht und dort auch Salzburg und das Salzbergwerk in Hallein besichtigt.

Jetzt haben wir im Rahmen eines Familienausflugs (Geburtstagsgeschenk fĂŒr meine Mami 🙂 ) der mittelalterlichen Stadt, die seit 1996 auch UNESCO Weltkulturerbe ist, einen erneuten Besuch abgestattet.

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Salzburg

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Salzburg 47.800032, 13.042427 Getreidegasse, 5020 Salzburg, Austria (Routenplaner)

Gewohnt haben wir Nahe dem Festspielhaus, einem wie ich finde sehr hĂ€sslichem “Kasten”, in dem alljĂ€hrlich die weltbekannten Salzburger Festspiele stattfinden. Vom Hotel am Neutor war also die Altstadt bequem per FußgĂ€nger-Tunnel durch den Mönchsberg hindurch erreichbar.

Die Altstadt von Salzbug ist klein, fein und touristisch 😉 . In den engen Gassen und an den vielen PlĂ€tzen befinden sich viele kleine GeschĂ€fte und KaffeehĂ€user die zum verweilen einladen. NatĂŒrlich dĂŒrfen die “Fiaker” nicht fehlen. Das sind zweispĂ€nnige Pferdekutschen die die Touristen durch die Stadt kutschieren und in keiner grĂ¶ĂŸeren österreichischen Stadt aus dem Stadtbild wegzudenken sind.

Hoch ĂŒber der Stadt thront das Wahrzeichen der Stadt, die Festung Hohensalzburg. So gesehen ist fast ganz Salzburg von Bergen umgeben: Auf der einen Seite vom Mönchsberg, Rainberg und Festungsberg und auf der anderen Seite vom Kapuzinerberg.

Bei der Namensgebung der Berge fĂ€llt auch gleich der “klösterliche” Bezug auf und es wundert einen auch nicht das es im Stadtgebiet ein halbes Dutzend Brauereien gibt 😉 .

Am Freitag Abend haben wir im GablerbrĂ€u Keller gegessen und sind anschließend noch ein wenig am Ufer der Salzach spazieren gegangen. Ich habe mir einen leckeren Tafelspitz mit Röstis, Bohnen und Apfelkren gegönnt – aber leider kein Foto fĂŒr die Nachwelt gemacht 🙁 .

Unterwegs in den nĂ€chtlichen Straßen muss ich sagen: ich liebe die “k. u. k.”-Architektur und finde es toll am Abend durch die wunderschön beleuchtete Stadt zu schlendern 🙂 .

Am Samstag morgen hat es dann leider geregnet, was uns aber nicht davon abgehalten hat die Stadt unsicher zu machen. Wir haben uns dafĂŒr entschieden die Salzburg-Card zu kaufen: mit ihr kann man entweder 24 oder 48 Stunden fĂŒr 27 € bzw. 36 â‚Ź alle SehenswĂŒrdigkeiten im Stadtbereich kostenlos besichtigen. Außerdem können die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden und es gibt weitere VergĂŒnstigungen fĂŒr Stadtrundfahrten etc. Die Salzburg-Card kann entweder im Hotel oder in der Touristen Information am Mozartplatz gekauft werden.

Nur einen Steinwurf vom Festspielhaus entfernt befindet sich der Salzburger Dom. Sein Querschiff misst stolze 69 Metern und das innere des Barockbaus ist mit viele Gold und Marmor ausgeschmĂŒckt.

Der Dom wurde im Jahr 1628 unter der Herrschaft von FĂŒrsterzbischof Lodron fertiggestellt und anschließend festlich eingeweiht. Der Residenzplatz und die alten erzbischöflichen Resident bilden zusammen das Domensemble.

Dieses sieht von außen wenig spektakulĂ€r aus, in den PrunkrĂ€umen der Residenz eröffnet sind einem jedoch der Blick auf exquisites Mobiliar, bunte Wandteppiche und funkelnde Kronleuchter.

Besucht man heute die RĂ€umlichkeiten kann man sich durchaus vorstellen, dass hier ein ĂŒbermĂ€ĂŸiger Reichtum zur Schau gestellt wurde und vielen der Besucher wahrscheinlich vor Staunen “die Augen aus dem Kopf gefallen sind” im Anbetracht des immensen Prunks in den GemĂ€chern der damaligen FĂŒrsterzbischöfe.

Gleich hinter dem Dom befindet sich der Ă€lteste Friedhof Salzburg: der Petersfriedhof. Der Friedhof schmiegt sich dicht an den Festungsberg und gehört zum gleichnamigen Benediktinerkloster St. Peter.

Die Besonderheit ist hier, dass in den blanken Stein des Festungsberges “Katakomben” hineingeschlagen wurden. Diese sind ĂŒber enge, steile Stufen und dunkle GĂ€nge zu erklimmen. In schmalen Erkern sind Kapellen untergebracht.

Die Katakomben von ca. 470 n. Ch. waren jedoch keine klassische BegrĂ€bnisstelle sondern ein frĂŒhchristliche Versammlungsort. Immer wieder sind schmale Fenster in die Wand eingelassen, von dort aus sich einem ein schöner Ausblick auf das Domquartier und die Klosterkirche eröffnet.

Die Festung Hohensalzburg ist entweder zu Fuß oder mit der Festungsbahn erreichbar. Die Ă€ltesten Teile der Anlage stammen aus dem Jahr 1077. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Burg immer wieder erweitert und durch neue Anbauten und TĂŒrme wehrbarer gestaltet. Heute umfasst die Festung eine breite Ringmauer und verschiedene Burghöfe sowie eine eigene Kapelle.

Die Festung kann mit einem Audioguide auf eigene Faust erkundet werden. Außer dem Festungsmuseum können noch ein Marionettenmuseum und der Salzburger Stier besichtigt werden. Bei letzterem handelt es sich um die weltweit Ă€lteste noch in Betrieb befindende Walzenorgel. Zudem finden im FĂŒrstenzimmer regelmĂ€ĂŸig klassische Konzert und andere Veranstaltungen statt.

Eine weitere SehenswĂŒrdigkeit in der Altstadt ist das Schloss Mirabell mit dem gleichnamigen Garten. Dieses war ein Liebesgeschenk des FĂŒrsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau an seine Angebetete. Das Schloss samt Garten liegt auf der, der Festung gegenĂŒberliegenden Altstadtseite, und somit am rechten Ufer der Salzach. Zum Mirabellgarten gehören u.a. eine Orangerie, ein Rosengarten und ein Heckentheater.

In der Mitte des Gartens befindet sich der Pegasusbrunnen, welcher von den vier Elementen eingerahmt wird: dies sind Figurengruppen die fĂŒr Feuer, Luft, Erde und Wasser stehen. Rund um die “Große FontĂ€ne” gibt es zahlreiche Sitzmöglichkeiten und man hat, umgeben von einem BlĂŒtenmeer, einen schönen Blick auf die Festung.

Wir haben den Samstag bei einem leckeren Essen im SternbrĂ€u ausklingen lassen. Es gab Fiaker-Gulasch mit WĂŒrstchen, Gurke und Knödel 🙂 .

Am Sonntag haben wir einen Ausflug in das Schloss Hellbrunn und die Stiegl-Brauwelt unternommen. Davon aber mehr im Teil 2 des Reiseberichts.