Städteurlaub

Reisetipp Paris: Die Pässe für Museen und Attraktionen im Überblick

14. Januar 2017

Wie ich im Artikel “Mit den 7-Meilenstiefeln durch Paris bereits erwähnt habe, haben wir uns den Paris Museum Pass für 4 Tage und einen Preis von 62 Euro pro Person gekauft.

Generell ist man ja nicht gezwungen irgendwelche Pässe oder Kombitickets für Museen und Sehenswürdigkeiten zu kaufen, sondern kann sich einfach spontan entscheiden was man wann anschauen will und sich dann einfach in der Schlange vor den Ticketschalter anstellen. In Städten wie Paris oder auch London kann das schnell zum Zeitfresser werden, da es hier vor allem um Sehenswürdigkeiten handelt, die Millionen Menschen (und jetzt ja dann auch du 😉 ), besichtigen wollen. Entsprechend lang sind die Schlangen am Ticketverkauf und entsprechend lange ist die Wartezeit.

In diesen Fällen hilft nur eines: sich im Vorfeld zu informieren was man den anschauen will. Ich rede jetzt nicht von einer minutiösen Planung, sondern um Überlegungen wie “Musée Picasso – interessiert mich nicht die Bohne, Musée de l’Orangerie – muss ich unbedingt besucht haben, Musée Rodin – hört sich ganz interessant an, …”. So kann man schon mal im Vorfeld sehen ob es sich überhaupt lohnen würde einen Pass zu kaufen. Kommt man nicht auf bzw. über einen entsprechenden Betrag an Eintrittspreisen, lohnen sich die Pässe erfahrungsgemäß nicht wirklich.

Auch vor Ort gilt, immer die Augen offen halten 😉 : bei vielen Museen kann man, wenn man bereits der stolze Besitzer eines Tickets oder eines Passes ist, einfach an der Schlange vorbei gehen. Für einen Aufenthalt in Paris haben wir uns die folgenden drei Pässe mal genauer angeschaut.

  • Paris Museum Pass: Der Pass ist für 2, 4 oder 6 Tage erhältlich und kostet von 48 – 74 Euro. Er ermöglicht einem den Eintritt zu über 50 Museen und Denkmälern. Welche das im Detail sind, findet ihr auf der Homepage. Was das tolle an dem Pass ist das z.B. auch ein paar Loireschlösser wie das Château de Rambouillet und Versailles inkludiert sind.
  • Paris Passlib’: Dieser ist für 1, 2, 3 oder 5 Tage gültig und startet ab 40 Euro. Der Fünftagespass kostet 155 Euro. Für 15 Euro kann noch eine zusätzliche Eiffelturm-Option für den 2. Stock (Aufzug) hinzugebucht werden. Der Paris Museum Pass, eine einstündige Bootsfahrt und ein Tagesticket für den Hop’on Hop’Off Panoramabus, sowie für die Gültigkeit des Passes eine Fahrkarte für den unbeschränkten Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Zonen 1 bis 3, sind Bestandteil des Passes. Kauft man jedoch den Paris Passlib’ Mini für nur einen Tag, ist nur die Bootsfahrt und der Hop’on Hop’Off Bus inkludiert – ob man hier noch “was spart” ist irgendwie fraglich. Hier geht es zur Homepages des Pariser Verkehrs- und Kongressamts.
  • Le Paris Pass: Dieser Pass ist für 2,3,4 oder 6 Tage erhältlich und beinhaltet, wie auch der Passlib’, den Museum Pass sowie eine Fahrkarte für den unbeschränkten Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Zonen 1 bis 3. Ebenso ist der Paris Attraction Pass, für eine Weinprobe, einer Seine-Rundfahrt oder dem Eintritt zum Tour Montparnasse – um nur ein paar der Attraktionen zu nennen – im Le Paris Pass beinhaltet. Der Pass kostet für 2 Tage 129 Euro und für 6 Tage stolze 229 Euro und ist somit um einiges teurer wie der Passlib’. Weitere Infos findet ihr auf der Homepage des Anbieters.

Für uns kam nach sehr kurzer Überlegung der Le Paris Pass schon mal nicht in Frage. Ein Grund war, dass man sich schon “anstrengen” muss um den jeweiligen Tagespreis von z.B. 53 Euro, gerechnet am Beispiel eines 3-Tages Passes für 159 Euro, an Eintrittsgeldern “reinzuholen”. Paris ist nicht London und die Eintrittspreise sind in der französischen Hauptstadt ähnlich wie z.B. in Berlin. So gehört der Louvre mit 15 Euro zu den eher teuren Museen, der Schnitt liegt bei ca. 10 Euro.

Ebenso ist zu bedenken, dass man auch Zeit einkalkulieren muss um von A nach B zu kommen. Wir reden hier nicht von dem knappen Kilometer vom Ulmer Museum zum Brotmuseum 😉 sonder von ein paar Meterchen mehr. Allein der Louvre würde wahrscheinlich schon die Strecke vom Münsterplatz zum Salzstadel abdecken.

Auch hier bietet es sich an, unabhängig vom Kauf einer der oben genannten Pässe, die Museen in einem Quartier bzw. in einem Stadtteil auch gemeinsam zu besuchen um unnötig lange Rundfahren mit der Metro oder dem Bus zu vermeiden. Leider haben nämlich die meisten Besucher – und so auch wir nicht – unendlich viel Zeit und können in einer der schönsten Städte Europas nicht ewig bleiben.

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