In Ulm, um Ulm und um Ulm herum

In Ulm, um Ulm und um Ulm herum: Radtour durch das Langenauer Ried

16. Oktober 2018

Heute nehme ich euch mal wieder auf eine Radtour aus der Reihe “In Ulm, um Ulm und um Ulm herum” mit. Wir fahren dieses Mal ganz entspannt und ohne jegliche Steigung von Ulm/Neu-Ulm in das schöne Langenauer Ried und entlang der Donau wieder zurück in die Stadt. Für mich gehört die Tour in das Ried zu den echten Klassikern und gerade am Beginn bzw. dem Ende der Saison, sprich im Frühjahr oder jetzt im goldenen Herbst ist ein Ausflug ins Ried besonders schön.

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Radtour durch das Langenauer Ried

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Radtour durch das Langenauer Ried: 48.453193, 10.141200

 

Wir haben die Tour natürlich bei uns Zuhause in Neu-Ulm gestartet, alternativ könnt ihr aber bis zur Ostermühle in Langenau fahren und von dort aus zu einer kürzeren Runde aufbrechen. Das wäre u.a. eine Alternative, wenn ihr mit jüngeren Kindern unterwegs seid, für die 50 bis 60 Kilometer einfach zu weit zu fahren sind. Hinzu kommt, dass es auf der Strecke nur begrenzte Möglichkeiten zur Einkehr gibt, spricht die Etappe ab Langenau zurück ins Donaumoos müsst ihr mit eurem Vesper und Getränken aus dem Rucksack überbrücken 😉 .

Habt ihr gewusst das Teile des Langenauer Rieds nicht nur Naturschutz- sondern auch Wasserschutzgebiet sind? Die Umgebung um Langenau gehört zu den quellreichsten Orten in Deutschland und versorgt sogar die Landeshauptstadt Stuttgart mit Trinkwasser. Das ist auch ein Grund dafür, dass auf einem großen Teil der Fläche (spricht über den Wasserspeichern) keine Landwirtschaft betrieben werden darf. So könnten ja Pestizide oder ähnliches in den Boden gelangen und letztendlich das Wasser verunreinigen.

So hat sich auch mit den Jahren ein kleines Paradies für die unterschiedlichsten Vögel- und Kleintierarten ergeben. Diese lassen sich ungestört von verschiedenen Aussichtstürmen auf der Wiese bzw. an den Seen beobachten. Vom Aussichtsturm am Mooswaldsee sind jetzt im Herbst Scharen von Graugänsen zu bestaunen, die sich für ihren Flug in den Süden gesammelt haben. Zudem habe ich dort auch das tolle Titelbild des Beitrages geschossen, wohlgemerkt ohne Filter und mit natürlichem Licht 😉 . Im Herbst ist das Licht zum Fotografieren besser wie im Sommer, wobei natürlich der Kontrast zwischen dem blauen Himmel, den weißrindigen Birken und den Wiesen auch zu einer anderen Jahreszeit seinen Reiz hat.

Die Fahr- und Spazierwege verlaufen meist schnurgerade an den Feuchtwiesen entlang und kreuzen immer wieder keiner Gräben, welche mit mannshohem Schilf eingesäumt sind. Abseits der teils asphaltierten oder geschotterten Wege, zweigen immer mal wieder Trampelpfaden durch verwunschene Birkenwäldchen ab und es lohnt sich auf jeden Fall hin und wieder das Rad stehen zu lassen und die “ausgetretenen Pfade” zu verlassen. Am Grenzgraben, der wie schon sein Name sagt entlang der Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg verläuft, haben sind ein paar Albbüffel die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und wie wir auch, die herbstlichen Sonnenstrahlen genossen.

Alternativ, kann man auch auf einem 6 km langen Wanderweg und komplett zu Fuß die Natur genießen. Den aktuellen Flyer zum Umweltlehrpfad Riedweg findet ihr auf der Homepage der Stadt Langenau. Ausgangspunkt ist der Parkplatz bei der Langenauer Kompostieranlage.

Das Langenauer Ried wird von Süden von der Donau bzw. dem Nauwald und etlichen Streuobstwiesen begrenzt. Die dem Wald namensgebende Nau ist ein idyllischer Nebenfluss der Donau, welcher von Langenau durch das Ried und das Donaumoos bis nach Günzburg, und dort in die Donau hineinfließt. Zurück in die Zivilisation 😉 spricht in “Städtle” findet man über ein kurzes Stück an der Straße Richtung Günzburg und dann wieder entlang der Donau auf dem offiziellen Donauradweg.

Informationen zur Radtour
Schwierigkeit leicht
Distanz 57 km
Fahrzeit 3,5 – 4 Stunden
Geeignet für Kinder / Fahrradanhänger Ja / Ja
Für Rennräder geeignet Nein
Straßenbeschaffenheit Asphalt, geschotterte und bewachsene Wege
Unterwegs entlang dem Donauufer