In Ulm, um Ulm und um Ulm herum

In Ulm, um Ulm und um Ulm herum: Brezgenmarkt im Hungerbrunnental

29. März 2015

Heute Vormittag haben wir einen kleinen Ausflug auf die Alb unternommen und dem Brezgenmarkt im Hungerbrunnental einen kleinen Besuch abgestattet.

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Hungerbrunnental (P+R Hirschental)

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Hungerbrunnental (P+R Hirschental) 48.595641, 10.029879 Altheim, Germany (Routenplaner)

 

Geparkt haben wir am Wanderparkplatz “Hirschental” bei Altheim (Alb) und sind durch das Naturschutzgebiet Hungerbrunnental zum Markt gelaufen. Leider ist die Sonnen nicht richtige zwischen den Wolken herausgekommen 🙁 . Wir haben die kleine Wanderung (einfach Wegstrecke ca. 40 Minuten) aber trotzdem sehr genossen und wurde auf dem Markt mit einem leckeren Mittagessen belohnt.

Das Hungerbrunnetal hat seinen Namen der Karstquelle “Hungerbrunnen” zu verdanken. Warum das Ding so heißt ist sehr schön auf dem Bild von heute Mittag zu sehen: die Quelle führt momentan kein Wasser und ist “nur” eine trockene und steingefüllte Wiesenmulde 🙁 . Das ist keine Seltenheit, die Quelle kann nämlich über Jahre hinweg “trocken” bleiben und hat das letzte mal 2008 Wasser “geführt”.

Der Markt wurde erstmals 1533 urkundlich erwähnt und findet seit 1844 regelmäßig am Palmsonntag am Rande der Quelle statt. 1705 wurde das Fest vom Rat der Stadt Ulm und später im Jahr 1730 von der Regierung in Stuttgart sogar wegen Streitereien untersagt.

Heute geht es friedlicher zu und die etwa 100 Stände des Brezgenmarkt sind auf den umliegenden Wiesen verteilt. Zu kaufen gibt es alles, von der Bürste, über Socken und Deko-Kram bis hin zum Vorwerk-Staubsauger.

Außerdem gab es noch die Möglichkeit zum Ponyreiten. Leider (oder zum Glück für die Tiere) war ich für diese Art des spaßigen Zeitvertreibs ein wenig zu alt (und zu schwer) 😉 . Alternativ dazu hätte ich ja mit dem Planwagen fahren können.

Um uns für den anstrengenden Heimweg zu stärken, haben wir noch ein äußerst leckeres Würstchen vom Albzebu gegessen. Das Albzebu ist ein Buckelrind das ursprünglich aus Sri Lanka und dem südlichen Kaukasus stammte. Das Wort Zebu wird vom tibetanischen Wort “zeu” bzw. “zeba” abgeleitet, was soviel wie “Buckel” bedeutet. Man konnte die Rinder auch “im Ganzen” sprich lebend bestaunen – vor allem das kleine Kalb hatte es mir ja angetan.

Erwähnenswert ist ja noch eine Sache: der Toilettenwagen. Ihr fragt euch jetzt sicherlich warum das ? Das kann ich euch sagen: normalerweise hätte ich eine Reihe von Dixi-Toiletten erwartet, da ja kein Zugang zur Kanalisation vorhanden ist. Auf der Alb wird dieses Problem einfach pragmatischer gelöst, nämlich mit einem Gülletank inkl. Pipeline 🙂 .

Hungerbrunnental

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz hat es dann leider angefangen zu regnen 🙁 . Alles in allem war es trotzdem ein gelungener Sonntagsausflug. In diesem Sinn wünsche ich euch einen schönen Palmsonntag 🙂 .