Städteurlaub

An der schönen blauen Donau …

9. Oktober 2014

… haben wir unser verlängertes Wochenende verbracht 🙂 . Wir sind am Freitag früh mit dem Auto losgefahren und der Donau bis nach Linz “gefolgt”.

Regensburg und Walhalla

Unser erstes Ziel war die Stadt Regensburg sowie die Walhalla. Ich war zwar noch nie in Regensburg, habe aber die Gedenkstätte Walhalla (ca. 10 km östlich von Regensburg) schon einmal als Jugendliche besucht.

In der Regensburger Altstadt mussten wir leider feststellen, dass in unserem Foto die Speicherkarte fehlte 🙁 . Florians Handy hat daher die nächsten Tage als “Ersatz-Fotoapparat” herhalten müssen.

Steinerne Brücke über die Donau

Die steinerne Brücke (neben dem Dom eines der Wahrzeichen von Regensburg) wurde gerade komplett saniert. Wir sind ein wenig am Donauufer entlang gelaufen, haben die Fluss-Kreuzfahrt-Schiffe beim Anlegen beobachtet und uns die Sonne aufs Haupt scheinen lassen. Die Altstadt wurde 2006 von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerben aufgenommen. Es war ein wenige schade, dass alle Geschäfte geschlossen hatten. So haben wir nur einen kleinen “Schaufenster-Bummel” unternommen und den gotischen Dom besichtigt.

Zu guter Letzt haben wir uns im “Fürstlichen Brauhaus Thurn & Taxis” noch eine kleine Stärkung (Weißwürste, Brezel und ein kühles Bier) gegönnt und sind Richtung Walhalla aufgebrochen. Die Walhalla ist eine tempelartige Gedenkstätte die der bayerische König Ludwig I. ca. 1830 in Auftrag gegeben hat.

Man sieht die Anlage schon von der Autobahn aus: der weiße Marmor bildet einen starken Kontrast zu den (noch) grünen Blättern der Bäume. Von der Walhalla hat man einen superschönen Ausblick auf das Donautal rund um Regensburg.

Das Wort “Walhalla” bedeutet übersetzt “Totenhalle”. Im Inneren wird bedeutenden Persönlichkeiten, die Geschichte geschrieben und sich für eine bessere Welt eingesetzt haben, gedacht. Dazu gehören u.a. Sophie Scholl, Konrad Adenauer, etc. Die Aufnahme in die Walhalla kann übrigens von jedem Deutschen beim bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in München beantragt werden 😉 .

Passau

Am späten Nachmittag sind wir in der drei Flüsse Stadt Passau angekommen. Ich hatte bereits vor unserer Reise nach Kanada ein Zimmer im IBB Hotel reserviert.

In Passau fließen der Inn und die Ilz in die Donau. Uns hat die Altstadt von Passau besser gefallen als die Regensburger. Irgendwie war die Kneipendichte höher und die Gassen verwinkelter 😉 .

In der Altstadt wurden das letzte Jahr sehr viele Gebäude zwangsrenoviert. Man sieht an vielen Stellen noch die Schäden die das Hochwasser 2013 angerichtet hat. In Erdgeschoss Lagen stehen viele Restaurants und Wohnungen immer noch leer weil sie entlüftet und komplett saniert werden müssen 🙁 . Überragt wird die Stadt im Norden von der Veste Oberhaus.

Veste Oberhaus Passau

Von der Altstadt aus geht ein schmaler, steiler Pfad (“Schnauf”) den Berg hinauf in den Burghof. Vor dort aus eröffnet sich einem ein fantastischer Blick über die Stadt und die drei Flüsse. Wir haben den Abend mit einem leckeren Essen im Biergarten und einer “Verrückten-Labyrinth-Spielesession” (auf unserem neuen Tablet) ausklingen lassen 🙂 .

Linz

Am Samstagmorgen sind wir nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Hotelterrasse bei strahlendem Sonnenschein entlang der Donau nach Österreich, genauer gesagt nach Linz, gefahren.

Donau bei Linz

Linz ist die Landeshauptstadt von Oberösterreich und war 2009 europäische Kulturhauptstadt. In der Innenstadt finden man viele Einkaufsmöglichkeiten, sowie Kaffeehäuser und Restaurants. Auf dem Gelände des Urfahranermarktes war aktuell Volksfest und Herbstmesse.

Wir waren in der Innenstadt ein wenig einkaufen und haben am Mittag einen kleine Ausflug mit der Zahnradbahn auf den Hausberg von Linz, den „Pöstlingberg“ unternommen. Samstagnacht war in Österreich die “Lange Nacht der Museen” und so konnten wir für 13 Euro Eintritt verschiedene Museen, wie das Ars Electronica Center, das Schlossmuseum Linz und die voestalpine Stahlwelt besuchen. Letztere kann ich mehr als nur empfehlen. Wir haben dort an einer genialen Werkstour teilgenommen. Man konnten u.a. von einer Besucherplattform direkt über dem Hochofen den Abstich des flüssigen Roheisens beobachten.

Großes Glück hatten wir auch mit unserem Hotel: Wir haben im “Park Inn” in der Innenstadt die Junior-Suite inkl. einer kleinen Dachterrasse “ergattert” 🙂 .

Nachmittags-Bier 🙂

Das lange Wochenende geht zu Ende …

… und somit auch unser kleiner Ausflug. Bevor wir aber Richtung Heimat aufgebrochen sind, haben wir noch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen (25 km von Linz entfernt) besucht. Am Rande eines Steinbruches befindet sich das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen in dem von 1938 bis 1945 über 200.000 Menschen inhaftiert waren. Innerhalb des Lagerkomplexes befindet sich eine interessante Dauerausstellung über das Lager und die Menschen vor sowie hinter dem Stacheldraht.

Denkmal im KZ Mauthausen

Es ist für mich einfach unvorstellbar wie Menschen anderen Menschen so etwas antun konnten und ich finde es ehrlich gesagt ein Frechheit, dass es Besucher gibt die in der Gaskammer fotografieren müssen 🙁 . Einfach nur unnötig und dumm sich vor den Ofen zu stellen und ein Erinnerungsfoto mit nach Hause zu nehmen.

Am Sonntagabend sind wir bei leichtem Nieselregen und Nebel wieder in Ulm angekommen.

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