Blick auf Burg Kipfenberg

Die Rundtour rund um Kinding im Naturpark Altmühltal bietet auf rund 36 Kilometern eine ideale Mischung aus Natur, Kultur und Freizeitspaß. Startpunkt ist der Kratzmühlsee, der zu einem Sprung ins kühle Nass einlädt. Die Route führt durch reizvolle Dörfer bis zum Dinosaurier Museum Altmühltal mit seinen beeindruckenden, lebensgroßen Dino-Modellen. Weiter geht’s zum geografischen Mittelpunkt Bayerns und der Burg Kipfenberg, die das Römer- und Bajuwarenmuseum beherbergt. Entlang des Altmühltal Radwegs rollen wir wieder zurück zur Kratzmühle.

Altmühltal und Frankenalb

Die Rundtour beginnt am Parkplatz am Kratzmühlsee zwischen Kinding und Beilngries, einem beliebten Ausgangspunkt für Rad- und Naturfreunde. Der See, ruhig gelegen und von rund 2 km Uferlinie umgeben, lädt vor und nach der Tour zur Erfrischung im Wasser, zur Stärkung im Seerestaurant oder zum Besuch des kleinen Technikmuseums Anno dazumal ein. Der angrenzende Campingplatz bietet mit Spielmöglichkeiten, gepflegten Sanitäranlagen und direkter Seelage beste Bedingungen für Familien mit Kindern.

Die ersten Kilometer verlaufen gemütlich entlang der Altmühl, auf gut ausgebauten, asphaltierten Wegen bis nach Kirchanhausen. Die Flusslandschaft ist idyllisch, begleitet von Wiesen, kleinen Brücken und dem beruhigenden Plätschern des Wassers. In Kirchanhausen verlassen wir den Altmühltal Radweg und es beginnt ein steiler Anstieg durch einen schattigen Mischwald hinauf nach Paulushofen. Eine sportliche Passage, die sich mit dem E-Bike mühelos meistern lässt – ansonsten gilt: Wer sein Rad liebt, der schiebt. Im Anschluss führt die Route durch die gemütlichen Orte Aschbuch und Gampersdorf, die auf der Hochfläche der südlichen Frankenalb liegen. Hier prägen Felder und Wiesen das Landschaftsbild und wir rollen auf baulich getrennten Radwegen oder wenig befahrenen, meist asphaltierten Wirtschaftswegen und Nebenstraßen. Die ruhige Umgebung und die offene Weite bieten eine willkommene Abwechslung zur zuvor bewaldeten Strecke und teils felsumsäumten Passagen des Altmühltals.

Auf historischen Spuren

Einer der Höhepunkte der Tour ist der Besuch des Dinosaurier Museum Altmühltal bei Denkendorf, das man etwa nach der Hälfte der Strecke erreicht. Mein kleiner Sohn hatte schon Tage zuvor darauf hingefiebert und natürlich war die Begeisterung vor Ort unbeschreiblich.

Auf einem 1,5 km langen Rundweg durch einen naturbelassenen Wald begegnet ihr im Dinosaurier Museum Altmühltal 70 lebensgroßen Dino-Modellen und erlebt eine spannende Zeitreise durch die Erdzeitalter. In der modernen Museumshalle erwarten euch neben wechselnden Sonderausstellungen echte Fossilien und spektakuläre Originalfunde wie das einzige jugendliche T.rex-Skelett weltweit sowie der älteste bekannte Archaeopteryx. Kinder dürfen im Grabungsfeld selbst nach Fossilien suchen, und im Restaurant oder Wald-Biergarten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Zahlreiche Spielplätze und Sitzbänke laden zum Austoben, Picknicken und Entspannen ein. Das Museum ist barrierefrei und ganzjährig geöffnet – ein Familienerlebnis bei jedem Wetter.


Die Tour führt uns nach dem Besuch des Dinosaurier-Museums weiter nach Gelbelsee. Von dort aus verläuft der Wegabschnitt schattig durch den Mischwald auf einem asphaltierten Waldweg, bis wir den geografischen Mittelpunkt Bayerns erreichen. Auf einem kleinen Platz markiert ein Denkmal diesen besonderen Punkt, der durch Vermessungen bestimmt wurde. Infotafeln vor Ort geben spannende Einblicke in die Geschichte und die Bedeutung dieses geografischen Mittelpunktes

Keinen Kilometer weiter weiter erreichen wir, etwas versteckt im Wald, die imposante Burg Kipfenberg, die hoch über dem Tal thront. Ein beeindruckender Anblick, der sich besonders bei der Weiterfahrt offenbart. Ein Besuch im Römer- und Bajuwarenmuseum lohnt sich ebenfalls. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Region von der Römerzeit bis zur bajuwarischen Besiedlung. Hier im Altmühltal ist der ehemals rund 550 Kilometer lange Obergermanisch-Rätische Limes nämlich besonders gut erhalten. Von der Burg geht es in sehr steilen Serpentinen bergab nach Kipfenberg, einem charmanten Ort mit Einkehrmöglichkeiten und historischen Häusern entlang dem Marktplatz. Der Rückweg verläuft wieder entlang des Altmühltal Radweg, flussabwärts durch Wiesen – eine entspannte Etappe zum Ausrollen.

Schwierigkeitmittel
Distanz36 km
Höhenmeter428 Meter
Fahrzeit2,5 Stunden
Geeignet für Kinder / FahrradanhängerNein / Ja
Für Rennräder geeignetJa
Straßenbeschaffenheitgrößtenteils Asphalt
Altmühltal entdecken – Radeln durch die Zeit im Herzen Bayerns

Virtuelle Kaffeekasse

Liebe Leser:innen,
mein Blog kommt ohne Werbung aus und alle Beiträge stehen euch kostenlos zur Verfügung, was auch so bleiben soll. Sollte Euch jedoch gefallen was ihr lest, freue ich mich über eine kleine Unterstützung.